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Kurz: Schwarztee löst das Becherproblem

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Ich hatte ein Becherproblem. Genauer gesagt hatte ich mir angewöhnt, morgens einen Milchkaffee am Bahnhof zu kaufen, für das Frühstück im Zug. Macht Müll, bekanntermaßen. Statt dessen Kaffee im Zug kaufen? Schmeckt meist widerlich, kostet viel, manchmal ist das Bistro außer Betrieb, und in »meinem« Zug sind schnell alle Plätze belegt, was dann wieder zu Pappe statt Porzellan führt.

Eigenen Becher mitbringen? Im Prinzip ja, ich hätte sogar einen, aber so richtig anfreunden konnte ich mich damit bisher nicht. Die Hürde ist eher psychologisch (und, wie bei solchen Dingen oft, eher irrational): ich müsste fragen, ob ich den Becher verwenden darf, und sicher gibt es irgendwelche Probleme mit Transport und Reinigung.

Was habe ich also stattdessen gemacht? Tee statt Kaffee, in der Thermoskanne von zu Hause mitgebracht, hat a. den Vorteil eines etablierten und eingespielten Transportbehältnisses und kann b. morgens in wenigen Minuten zubereitet werden – Kaffeekochen ist deutlich zeitaufwändiger, und die fehlt mir morgens. Ergebnis: Ich könnte mich dran gewöhnen – vielleicht ist das, vorerst jedenfalls mal, meine Lösung für das To-go-Becherproblem.

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Kurz: Kaffeepause

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Creating latte macchiatoIch beobachte, dass sich mein Kaffeegenuss in Richtung zweier dezidierter Muster entwickelt hat. An meinen Zuhause-Tagen mache ich mir zum Frühstück einen Kaffee mit aufgeschäumter Milch. Nach dem Mittagessen trinke ich noch einen Espresso mit einem Schuss Milch – gerne in der Sonne, gerne mit einem Stück Schokolade.

An meinen Stuttgart-Tagen ist mein Kaffeekonsum dagegen deutlich ausgeprägter: Den ersten Milchkaffee gibt es auf der Zugfahrt nach Stuttgart. Dort – auch dank der großartigen Fraktionskaffeemaschine – trinke ich dann im Lauf des Tages noch zwei bis drei Becher Cappuccino. (Und klar: die Sitzungen mit Filterkaffee gibt es manchmal auch noch).

Tage ganz ohne Kaffee? Schwer vorstellbar, jedenfalls nicht ohne längere Umgewöhnungszeit. Und ihr so?

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Photo of the week: Coffee with a butterfly III

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Coffee with a butterfly III

 
Vor kurzem beim Frühstück im Schwarzwald war da dieser Schmetterling (nach kursorischer Suche in Wikipedia und dem von dort verlinkten Lepiforum könnte es sich um den Gemeinen Scheckenfalter, Melitaea aphalia, handeln – oder vielleicht auch um einen anderen Scheckenfalter), der sich nach einigen Kreisflügen rund um den Frühstückstisch dann traute, näherzukommen und sich niederzulassen – zuerst auf Füßen und Beinen, und dann, vielleicht angelockt von Zuckerresten, auf einem Finger an der Kaffeetasse. Und blieb dann da, farblich ganz passend zum Morgenkaffee in der Sonne.

Was mich zum allmählich heißer werdenden Wahlkampf mit seiner dahin dümpelnden, unentschiedenen Gleichförmigkeit bringt. Was fehlt, ist der Flügelschlag eines Schmetterlings, der das Wahlkampfklima verändert. Auf mich wirkt die Gesamtlage mit ihren Ausschlüssen und den möglicherweise fehlenden Mehrheiten gerade wie einer dieser Steintürme, die im Sommer gerne in der Dreisam gestapelt werden. Ein Schmetterling, der sich draufsetzt, bringt dann möglicherweise alles ins Rutschen, Wackeln und Kippen. (Schnecken halte ich dafür weniger geeignet). Bei angeblich drei Viertel noch unentschlossenen WählerInnen ist das, was stabil und unverrückbar aussieht, vielleicht doch viel kippeliger. Nur müsste sich mal einer von diesen Faltern dazu bequemen, sich niederzulassen – und dann eine Reaktion auszulösen. Ein bisschen Zeit ist ja noch. Aber die Ungeduld, ob sich nicht doch noch etwas bewegt, nimmt zumindest bei mir zu.

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Photo of the week: Espresso, full

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Espresso, full

 
Eigentlich trinke ich ja lieber Milchkaffee in verschiedensten Aufschäumungen. Erst in letzter Zeit habe ich Espresso ohne Milchschaum für mich entdeckt. Was sich durchaus zelebrieren lässt, wenn’s wie hier die selbstzubereitete Kännchen-Variante ist, und nicht die Knopfdruckversion aus der Highend-Kaffeemaschine der Fraktion. Die Tasse ist übrigens Teil der Genossenschaftsprämie der taz, der Nugatriegel kommt aus dem Bioladen (Rapunzel, meine ich).

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Kurz: Handwerkskunst

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Die Bahn hat ja das Frühstücksangebot im ICE-Bistro radikal gekürzt. Im Prinzip auf eine Option: Menu IV – Croissant plus Heißgetränk, 3,90 Euro. Entscheidungsfreiheiten bestehen nur bei der Kaffeezubereitung. Meine Wahl heute morgen, Latte Macchiato, führte mich zu einer interessanten Beobachtung im Sinne der Sennettschen Loblieder auf Handwerksethos und Qualitätsarbeit.

Statt auf eine Taste zu drücken, und den Automaten ein standardisiertes Produkt ausspucken zu lassen, erwies sich der Barmann als kunstvoller Handwerker. Zur Zubereitung eines Latte ließ er den Automaten erst mehrfach Milchschaum generieren. Nach Erreichen der gewünschten Füllhöhe nahm er das Sieb der Auffangwanne ab, um am oberen Glasrand mehr Platz zu haben, ließ Espresso ein, klopfte mit dem Glas auf den Tisch, um schließlich eine weitere Schicht Milchschaum hinzuzufügen und das Ganze dann zu servieren.

Nach dem Sinn gefragt, verwies der Barmann darauf, dass die Maschine alleine keinen ansehlichen Latte zustande brächte. »Wir haben Automaten, da sieht das [Ergebnis] nicht gut aus, wenn ich auf den Knopf drücke!«

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