Schlagwort-Archive: eltern

Bildungswesen und andere Geister

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Classroom detail II

Jede und jeder kann was zum Thema Schule sagen, aus eigener Erfahrung, oder aus der Erfahrung der eigenen Kinder heraus. Bildungsreformen sind auch deswegen so schwierig. Das kriegen wir Tag für Tag mit, wenn im Landtag die langsame Einführung der Gemeinschaftsschule und die letztlich doch recht behutsame Reform des baden-württembergischen Bildungswesens auf der Tagesordnung steht. Selbst das führt schon zu heftigen Proteststürmen. Und eigentlich müsste es ja noch viel weiter gehen.

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Kinderarbeit wegen Schulferien

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Paper clip portrait

Zu den Dingen, die Eltern, deren Kinder erst in die Schule gekommenen sind, lernen müssen, gehört das Ferienproblem: Herbstferien, Weihnachtsferien, Faschingsferien, Osterferien, Pfingstferien, Sommerferien, da capo. Das kannte ich aus der Kindergartenzeit nicht. Und aus meinem gelebten Terminkalender ebenfalls nicht so ganz. Selbst rein rechnerisch und bei tatsächlicher Urlaubsnutzung dürfte es schwierig sein, all diese Wochen Schulferien mit Elternurlaub zu kombinieren. Dass es deswegen gilt, sich frühzeitig darum zu kümmern, was das Schulkind dann so tun könnte, habe ich noch nicht verinnerlicht. Ich lerne das mit dem Elternsein bei einem Schulkind ja erst noch.

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Kurz: A young lady’s primer

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Ich muss vom Smartphone bloggen – Z. blockiert den Computer. Sie schreibt Buchstabe für Buchstabe Buchtitel ab (und ist mächtig stolz darauf). Alle paar Minuten fragt sie mich, weil sie einen bestimmten Buchstaben nicht findet. Noch fehlt auch eine Verbindung zwischen den Formen und dem, was diese Buchstaben jeweils lautlich bedeuten.

Hier würde ich ihr gerne mein Smartphone (oder besser noch ein Tablet) in die Hand drücken. Ich glaube, ihre aktuelle Neugierde auf Buchstaben und Wörter würde sie dazu bringen, sehr schnell von symbolischen Formen zu Lautrepräsentationen zu kommen. Gerade, um diese arbiträren Verbindungen herzustellen, wäre die prinzipiell kinderleichte und multimediale Oberfläche eines Smartphones das ideale Medium.

Nur: Zumindest ein erstes Durchblättern des Android-Market lässt mich nichts dergleichen finden, schon gar nicht in Deutsch. In Neal Stephensons Diamond Age taucht so ein – wir würden heute wohl Tablet dazu sagen – auf: eine vernetzte Künstliche Intelligenz im handlichen Format, die der kindlichen Heldin des Buchs Weltwissen und Kulturtechniken vermittelt (und mit dem Kind wächst). Fürs erste würde mir ja sowas wie eine freundlich »anlautende« virtuelle Tastatur reichen. Gibt es aber nicht, oder?

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Uff, Kinder ins Bett gebracht

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Puh. Es ist halb zehn. Zora und Rasmus schlafen endlich. Zum Ritual gehört: Schlafanzug anziehen, Zähne putzen, je Kind mindestens ein Buch vorlesen, ins Bett stecken, und dann noch ein paar Lieder singen (Wobei ich zugeben muss, dass mein Repertoire an auswendigen Liedern sich mehr oder weniger auf »Schlaf, Anne, schlaf« und »Ritter Rufus« erstreckt, dann gibt’s noch ein paar Lieblingslieder aus dem Liederbuch. Und singen kann ich auch nicht wirklich, also nicht so mit Noten und so …). Und dann schlafen die Kinder, meistens.* Wenn sie nicht noch was trinken wollen, Hunger bekommen, ein Kuscheltier vermissen, eine Decke mehr/weniger brauchen oder nochmal die Hand gehalten haben wollen oder auf den Schoß krabbeln möchten. Oder mitternachts aufwachen und Eltern suchen.

Dass es nicht nur mir so geht, zeigt die große Resonanz, die dieser Link (pdf) u.a. bei Facebook hervorgerufen hat. Hinter dem Link steckt ein (urheberrechtlich wohl eher fragwürdiger) Scan des Buchs Go the fuck to sleep (gefunden via BoingBoing).

Go the fuck to sleep scheint das ideale Buch für ermüdete Eltern zu sein. Geschrieben von Adam Mansbach und illustriert von Ricardo Cortés kommt – in klassischem Kinderbuchformat, aber wohl nicht unbedingt zum Vorlesen gedacht ;-) – all das vor, was den abendlichen Alltag von Eltern kleiner Kinder so ausmacht. Der Wiedererkennungsfaktor ist jedenfalls extrem hoch …

Kleines Beispiel gefällig?

The cats nestle close to their kittens now.
The lambs have laid down with the sheep.
You’re cozy and warm in your bed, my dear.
Please go the fuck to sleep.**

Das Buch ist bei amazon grade entweder ausverkauft oder noch nicht wirklich erschienen, aber trotzdem sehr beliebt. Mitte Juni soll es wieder erhältlich sein. Wer’s vorbestellen mag, kann das unter diesem Link tun.

Warum blogge ich das? Weil ich das Format »Bilderbücher für Eltern« spannend finde.

* So läuft das ab, wenn Zora und Rasmus zur gleichen Zeit ins Bett gebracht werden. Meistens aber will Zora länger aufbleiben als Rasmus, was am besten funktioniert, wenn zwei Elternteile gleichzeitig da sind.

** Frei übersetzt:

Kätzchen und Katzen schmiegen sich an
Lämmer haben’s bei Schafen gemütlich
Du kuschelst dich ins Bett, mein Liebling -
Verdammt noch mal, jetzt schlaf endlich!

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Kurz: Über die Elternschaft von S.

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Das Regierungsmitglied S. kündigt an, demnächst ein Kind zu erwarten. Es wird gratuliert, vor allem aber eifrig darüber diskutiert. Die Untertöne in der Debatte reichen von der Frage, ob dieses Regierungsmitglied dann noch sein Amt ausüben kann, bis hin zu Spekulationen, ob es denn politisches Kalkül war, zur Elternschaft zu kommen. Die Annahme, dass ein wichtiges Führungsamt wie das von S. mit einem Kind zu vereinbaren ist, ist jedenfalls längst nicht selbstverständlich. Und selbst wenn, dann geht es vielleicht gerade in so einer exponierten und politischen Position mit hohem Gehalt, aber nicht, wenn S. einen ganz normalen Beruf ausüben würde.

Natürlich ist S. die Familienministerin Kristina Schröder. Dass so debattiert wird, und dass das vermutlich nicht der Fall wäre, wenn S. der Familienminister Kristian Schröder wäre, zeigt, wie selbstverständlich geschlechtsdifferent bestimmte Annahmen darüber, was passiert, wenn Menschen zu Eltern werden, in Deutschland immer noch sind. Dass das so ist, ist nichts neues – trotzdem halte ich es für sinnvoll, an einer Stelle wie dieser, wo es doch sehr deutlich wird, genau darauf hinzuweisen.

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