Monatsarchive: Mai 2008

Kurzes Update: Platz der alten Synagoge

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Der heutige Sonntag hat meinen Leserbrief zu den Umgestaltungsplänen für den Platz der alten Synagoge (leicht gekürzt) veröffentlicht. Hier der Originaltext:

Bürgerbewegung gefragt

Der sehr informative Artikel von Jens Kitzler bestärkt mich in meinem »Bauchgefühl«, dass die ach so großstädtische Planung für den Platz der alten Synagoge keineswegs das Lebensgefühl der Freiburgerinnen und Freiburger trifft. Was Freiburg gegenüber anderen Großstädten auszeichnet, ist nicht die x-te Wiederholung des großen leeren Platzes, sondern die urbane Kleinräumigkeit, die vielfältige Begegnungen und Nutzungen ermöglicht. Darüber hinaus würde es der »green city« gut zu Gesicht stehen, innerstädtische Grünflächen zu erhalten und Straßenbahnlinien nicht als platzquerendes Risiko für Leib und Leben zu gestalten. Kurz gesagt: eine Gemeinderätin oder ein Bürgermeister mit einem Blick für das Interesse der Bürgerinnen und Bürger, müsste eigentlich von sich aus sagen: »Bevor wir da jetzt eine der größten Umgestaltungen der letzten Jahrzehnte anfangen, machen wir doch einen Bürgerentscheid und schauen, ob das auch gewollt ist.« Wahrscheinlich ist es nicht, dass es auf diesem Weg dazu kommt, wäre aber souveräner als der möglicherweise entsprechend kanalisierte Protest hinterher. Die Motivation dazu sehe ich vielerorts.

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Kurzeintrag: Links-alternatives Maifest

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Kids dancing II
Tanz im Mai …
"Freiburg Polizeiburg"
… und Politik am Rande

Auch dieses Jahr war ich wieder beim traditionellen 1.-Mai-Fest der links-alternativen Szene in Freiburg. Eine nette Sache, und auch das Wetter hat mitgespielt. Beim nächsten Mal wären ein paar mehr vegetarische Essensstände gut (wo war die VoKü?), aber Musik und Kinderbelustigung waren klasse. Leute habe ich auch getroffen, und ein paar Fotos vom Fest gibt es hier.

Schade, dass von diesem netten Alternativprogramm zum offiziellen (Stadt) und solide-sozialdemokratischen (DGB) Maiprogramm kaum was in der Zeitung stand – erwähnenswert schien nur das irgendwann in der Nacht entfachte illegale Feuer. Thorsten von »GrünesFreiburg« schreibt ein bißchen was dazu. Ich war zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr in der Wilhelmstraße oder in der Spechtpassage, kann deswegen nicht beurteilen, wie schlimm oder wenig schlimm der »Krawall« war, finde es aber wichtig, einfach deutlich zu machen, dass dieses Jahr das Szenenfamilienfest massiv im Vordergrund stand (vgl. auch 2007). Die politische Botschaft davon ist subtiler: die hat was damit zu tun, deutlich zu machen, wem in Freiburg die Straßen auch gehören, und vielleicht auch damit, Identität zu produzieren.

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Notizen zu Praxistheorie und Umweltverhalten, Teil I

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I am a hard bloggin' scientist. Read the Manifesto.

In diesem Text versuche ich, in mehreren Blogeinträgen meine Ideen zum Zusammenhang von Praxistheorie und Umweltverhalten zu ordnen, ohne bereits ein glattes und geprüftes »Endprodukt« vor Augen zu haben. Und weil’s dann doch schnell ziemlich lang wird, darf jetzt auf »weiterlesen« klicken, wer in vermutlich recht soziologischem Deutsch zuerst einmal mehr über Praxistheorie erfahren will. Das Umweltverhalten kommt im zweiten Teil dran …

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Photo of the week: Shadows a la mode

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Shadows a la mode

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Kurzeintrag: Klimaschwindel-Schwindel (Update 2)

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Das amerikanische Heartland Institute geht u.a. mit einer Liste von 500 WissenschaftlerInnen hausieren, die angeblich hinter der Position stehen, dass es keinen relevanten menschgemachten Klimawandel gibt. Ein kritisches Blog hat jetzt begonnen, die auf dieser Liste stehenden WissenschaftlerInnen zu befragen, was sie denn davon halten – und herausgefunden, dass mindestens fünfzig davon nicht einmal bekannt ist, dass sie auf dieser Liste stehen:

»I don’t believe any of my work can be used to support any of the statements listed in the article.« – Dr. Robert Whittaker, Professor of Biogeography, University of Oxford
»Please remove my name. What you have done is totally unethical!!« – Dr. Svante Bjorck, Geo Biosphere Science Centre, Lund University

Usw. Auch die aufgelisteten deutschen WissenschaftlerInnen, z.B. Prof. Dr. Stefan Rahmstorf vom renommierten Potsdam Institut für Klimafolgenforschung, scheinen mir zu einem großen Teil nicht auf eine solche Liste zu gehören. Trotzdem wird damit munter Lobbyismus betrieben …

Update: (7.5.2008) Inzwischen gab es eine Reaktion des Heartland-Institute – der Titel der Liste wurde geändert …

Update 2: (14.5.2008) Ein paar lesenswerte Blog-Reaktionen zu dieser Angelegenheit. Mediales Echo gab’s allerdings bisher nur in Neuseeland.

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