Kinderleicht: Apple Crumble Muffins

Sunday breakfast IV (Apple crumble muffins)

Zum zwei­ten Mal gemacht, und beim zwei­ten Mal durf­te Z. fast ganz allei­ne ran, was gut geklappt hat: Apple-Crum­ble-Muf­fins. Aus dem gro­ßen gel­ben Backbuch.

Zuta­ten: etwa 3 (säu­er­li­che) Äpfel, 130 g Zucker, 100 g Mehl, 100 g gemah­le­ne Man­deln, 100 g wei­che But­ter, 2 TL Zimt, 2 EL Zitronensaft.

Back­ofen auf 180 °C (Umluft 160 °C) vor­hei­zen. Äpfel schä­len und klein­schnei­den, mit 2 EL Zucker, Zimt und Zitro­nen­saft mischen. Mehl, Rest Zucker, Man­deln und But­ter zu Streu­seln for­men. Streu­sel in 12+x Muf­fin­förm­chen, Äpfel­mi­schung dazu, oben noch mehr Streu­sel, etwa 20–30 Minu­ten backen. Abküh­len las­sen, so dass die Zucker­mas­se fest wird. Fer­tig ist das süß-kara­mel­li­ge Sonntagsgebäck.

Photo of the week: Autumn in Gundelfingen III

Autumn in Gundelfingen III

 
Noch ein Herbst­bild, auch schon wie­der ein biss­chen her, dann reicht es aber auch ;-). Ges­tern mor­gen weh­ten mir schon die ers­ten Schnee­flo­cken ins Gesicht, lan­ge kann es nicht mehr dau­ern, bis der Win­ter auch in Frei­burg wirk­lich, wirk­lich Ein­zug hält.

Bei der Gele­gen­heit, weil es ja irgend­wie nahe liegt, noch der Hin­weis auf eine klei­ne Kurz­ge­schich­te – Win­ter­schlaf. Oder eigent­lich ist es mehr der Anfang und das Ende eines Buches, das irgend­je­mand mit mehr Zeit schrei­ben könnte …

Von Tag zu Tag ist es dunk­ler gewor­den. Der nachts gefal­le­ne Schnee schmilzt jetzt tags­über nicht mehr. Bald wird ganz Jolan­do ein­ge­schneit sein. Es sind die letz­ten Wochen vor der Win­ter­ru­he. wei­ter­le­sen

Das allmähliche Ende der alten Bundesrepublik: kein Nachruf

1970s blanket

Heu­te erreich­te uns die Nach­richt, dass der Kaba­ret­tist Die­ter Hil­de­brandt gestor­ben ist. Ich will mich an die­ser Stel­le nicht an einem Nach­ruf ver­su­chen, denn das kön­nen ande­re weit­aus bes­ser, son­dern die­ses trau­ri­ge Ereig­nis zum Anlass neh­men, ein paar Gedan­ken zum all­mäh­li­chen Ver­blei­chen der (links-alter­na­ti­ven) Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten der alten Bun­des­re­pu­blik – also der BRD, West Ger­ma­ny – nie­der­zu­schrei­ben. Als Kind der 1970er Jah­re gehö­re ich zu der Gene­ra­ti­on, für die poli­ti­sches Kaba­rett syn­onym mit der Mün­che­ner Lach- und Schieß­ge­sell­schaft, mit Hil­de­brandt und mit dem Schei­ben­wi­scher ist. Hil­de­brandts Tod ist das Ver­schwin­den einer wei­te­ren Insti­tu­ti­on der Bon­ner Republik.

Viel­leicht ist es die nost­al­gi­sche Ver­klä­rung, aber nicht nur das Kin­der­pro­gramm (ich sag nur Rap­pel­kis­te) und die Wis­sen­schafts­sen­dun­gen (egal, ob Hob­by­thek oder Knoff-hoff-Show) waren selbst­ver­ständ­lich unglaub­lich viel bes­ser als alles, was heu­te so läuft, son­dern selbst­ver­ständ­lich auch das Fern­seh­ka­ba­rett. Es war bei kla­ren Front­li­ni­en bis­sig, hat­te immer recht, traf den Punkt und schreck­te vor bil­li­gem Kla­mauk zurück. Statt des­sen gab’s auch mal fein zise­lier­te, nach­denk­li­che­re Töne. Die Pri­mär­so­zia­li­sa­ti­on zahlt sich aus: So, und nicht anders, muss poli­ti­sches Kaba­rett sein. 

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Kurz: Mein Name ist Kohl, Rosenkohl

Kohlrabi detail

Mit Kohl ist das ja so eine Sache. Rot­kohl schmeckt in Maßen als Salat. Blu­men­kohl und Wir­sing kann gekocht lecker sein. Kohl­ra­bi wird unter­schätzt. Grün­kohl erin­nert an nord­deut­sche Groß­el­tern­be­su­che im Winter. 

Aber Rosen­kohl ist nicht mei­nes – ent­we­der bit­ter oder fros­tig-quietsch­süß, mei­ner Erfah­rung nach eigent­lich fast immer semi­pam­pig gekocht. Nicht lecker. (Und über­haupt: eigent­lich sind Spi­nat oder auch Man­gold und rote Bete viel wohl­schme­cken­der als die­se gan­zen Kohlvarianten).

Das mit dem Rosen­kohl sehen ande­re genau­so. Man­che auch nicht. Eigent­lich müss­te das heu­te noch auf Twit­ter tren­den – jeden­falls ent­brennt da gera­de der gro­ße Rosen­kohl­streit. Und selbst in mei­ner ver­schla­fe­nen Face­book-Time­line weckt ein Ein­trag zu Kohl­sor­ten die dis­kus­si­ons­wü­ti­gen Geis­ter. Aber bes­ser schmeckt das dadurch nicht, Sai­so­na­li­tät hin oder her.