Die falsche Schublade

Left

Vor eini­gen Tagen sorg­te die Ver­öf­fent­li­chung einer empi­ri­schen Stu­die zum Links­extre­mis­mus – beglei­tet von eini­gen Pres­se­ar­ti­keln – für Furo­re. Mir liegt bis­her nur die Pres­se­mit­tei­lung (hier die recht aus­führ­li­che Lang­fas­sung) der FU Ber­lin zu der Stu­die von Klaus Schroe­der und Moni­ka Deutz-Schroe­der vor; die Stu­die selbst ist als Buch für rund 30 Euro erhält­lich. Ich nut­ze sie als Ein­stieg für eine Debat­te über Idea­le, Zivil­ge­sell­schaft und Parlamente.

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Photo of the week: Mars II

Mars II

 
Das Foto die­ser Woche ist dies­mal ein Foto eines Bil­des – ich hat­te mir zum Geburts­tag eine Staf­fe­lei gewünscht und dann auch gleich dafür genutzt, mal aus­zu­pro­bie­ren, wie es sich mit Acryl­far­be malt. Vor­bild für die­se Land­schaft war eines der Mars-Fotos von Oppor­tu­ni­ty – das Ergeb­nis ist etwas knal­li­ger und weni­ger lang­ge­streckt als die ech­te pla­ne­ta­ri­sche Land­schaft, gefällt mir aber ganz gut. Und passt auch gut zu die­ser grün gestri­che­nen Wand in mei­ner Wohnung.

Kurz: Gehirnprogrammierung


xkcd ver­sucht sich an einer Erläu­te­rung des Phä­no­mens, CC-BY-NC 2.5. Rand­all Munroe

Das Netz dis­ku­tiert, ob die­ses Foto ein weiß-gol­de­nes oder ein blau-schwar­zes Kleid zeigt. Ist eigent­lich eine ziem­lich selt­sa­me Fra­ge. Was bei mir gra­de dazu führ­te, dass ich es mas­siv inter­es­san­ter fand als noch Minu­ten zuvor, ist ein Link, den ich in einer Debat­te der Wahr­neh­mungs­psy­cho­lo­gie hin­ter die­sem Phä­no­men bei red­dit gefun­den habe. 

Bis­her war das für mich ein weiß-gol­de­nes Kleid, und ich konn­te auch nicht so rich­tig ver­ste­hen, war­um das blau sein soll, trotz diver­ser Erläu­te­run­gen, auch xkcd (oben) half nicht wirk­lich weiter. 

Dann habe ich auf die­sen Link geklickt (Ach­tung!), der das ursprüng­li­che Foto in Bezug auf Belich­tung etc. farb­lich kor­ri­giert. Seit­dem sieht das Ori­gnal­fo­to! für mich eben­falls blau-schwarz aus – und nicht mehr weiß-gold. So ein­fach ist es, Gehir­ne umzu­pro­gram­mie­ren – und das ist das eigent­lich Inter­es­san­te an die­ser Debatte.

Photo of the week: Noch mehr Nebel

Noch mehr Nebel

 
Mal früh­lings­haf­te Son­ne, mal senkt sich ganz schnell wie­der der Nebel über den Moos­wald. Aber wenn ich beim Foto der Woche immer nur über das Wet­ter schrei­ben wür­de, wäre es ja lang­wei­lig. Ande­re The­men sind auf­re­gen­der – die Unsi­cher­heit, die die GDL mit ihrem Streik aus der Schrö­din­ger-Kat­zen-Kis­te ver­ur­sacht. Oder die neue baden-würt­tem­ber­gi­sche Kom­mu­nal­ver­fas­sung, die der­zeit auf dem Betei­li­gungs­por­tal des Lan­des zum öffent­li­chen Kom­men­tie­ren bereit­steht. Oder die Fra­ge, was ein Skan­dal heu­te noch wert ist. Oder was dar­über, dass die Erkäl­tung jetzt, wo die Arbeits­wo­che wie­der ansteht, auch schon fast weg ist. Oder was über Framing. Oder halt auch nicht.

Hochschulwatch: ein Schritt hin zu Open Data für autonome Hochschulen

From inside the new UB I

Trans­pa­ren­cy Inter­na­tio­nal Deutsch­land e.V., die taz und der fzs, also der Dach­ver­band der Stu­die­ren­den­schaf­ten, haben vor ein paar Tagen hochschulwatch.de gestar­tet. Ziel der Platt­form ist es, Daten zur Ver­flech­tung zwi­schen Hoch­schu­len und der Wirt­schaft zur Ver­fü­gung zu stel­len, und damit für mehr Trans­pa­renz zu sor­gen. Ich fin­de das ein sinn­vol­les Vor­ha­ben, aller­dings aus einem ande­ren Grund, als dies wahr­schein­lich bei den drei Orga­ni­sa­tio­nen der Fall ist.

Auf der Sei­te heißt es zur Moti­va­ti­on, war­um es Hoch­schul­watch gibt:

Mehr als 1,3 Mil­li­ar­den Euro flie­ßen aus der gewerb­li­chen Wirt­schaft jedes Jahr an deut­sche Hoch­schu­len – Ten­denz stark stei­gend. Ver­su­chen Unter­neh­men damit, Ein­fluss auf die Wis­sen­schaft zu neh­men? Ist die Frei­heit von For­schung und Leh­re in Gefahr?

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