Die Erdbeeren hier blühen bei meinen Eltern im Garten, und auch die Blumentöpfe stehen da. Auch auf meinem Balkon hat die Gartensaison begonnen – blühende Erdbeeren, eine innerhalb weniger Wochen wieder kräftig ergrünte Minze, Knospen an der Rose und Blätter an der Kastanie. Die selbst herangezogenen Tomatenpflänzchen sind umgetopft. Jetzt muss es nur wieder wärmer werden. Und wenn der Balkon etwas größer wachsen würde, hätte das auch was …
Photo of the week: Rainy sky II
Manche mögen es gewöhnungsbedürftig finden, aber ich mag meinen Stadtteil. (Hier: der Maria-von-Rudloff-Platz mit der Betonfront der Maria-Magdalena-Kirche). Und dieses düstere Blau, wenn auf der einen Seite noch Sonnenschein und auf der anderen schon Regenwolken sind – oder umgekehrt -, das mag ich auch.
Photo of the week: Bees’ delight IV
Der 1. Mai kann einiges sein. Gewerkschaftlicher Tag der Arbeit (mit Bratwurst), „Arbeiterkampftag“ (mit Steinewürfen in Großstädten), Maifeiertag (mit Maibäumen) oder Beltaine (mit keltischen Blütenranken). Vielleicht brauchen wir mehr solcher Multifunktionsfeiertage, insbesondere dann, wenn sie nicht gleichzeitig auch noch auf einen Sonntag fallen.
Photo of the week: Spring forest XII
In wenigen Tagen jährt sich Tschernobyl zum dreißigsten Mal. Ich erinnere mich noch gut daran – elf Jahre alt, warmes schönes Wetter Ende April/Anfang Mai, satte grüne Wiesen voller Sonnenstrahlen, ein Besuch im Allgäu auf dem Bauernhof meines Onkels. Dann Nachrichten über erhöhten Strahlenwerte in Schweden im Radio, später die Gewissheit, dass es in dem sowjetische Reaktor in Tschernobyl einen Super-GAU gab. Bericht über die radioaktive Wolke und den Fallout, „draußen“ plötzlich als gefährlicher Ort, gesperrte Spielplätze und Sandkästen, keine Frischmilch und kein Pilzesammeln.
Auch das sind Assoziationen, die der kraftvoll grünende Frühling jedes Jahr wieder in mir auslöst.
Hier am Oberrhein ist der Tschernobyl-Jahrestag Anlass für Demonstrationen und Mahnwachen auf den Rheinbrücken oder bei dem noch immer nicht abgeschalteten französischem AKW Fessenheim. Dieses Jahr bin ich – mit schlechtem Gewissen, weil es sich ja eigentlich gehört (selbst die lokale Gratiszeitung hat’s als Thema auf Seite eins) – nicht hingegangen; zu viele Politiktermine und zu wenig Wochenende in letzter Zeit.





