In eigener Sache: Bewerbung für den Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg

Gera­de eben habe ich mei­ne Bewer­bung für den Par­tei­rat des baden-würt­tem­ber­gi­schen Lan­des­ver­bands von Bünd­nis 90/Die Grü­nen abge­schickt. Der Par­tei­rat ist der erwei­ter­te Lan­des­vor­stand und wird im Novem­ber 2013 auf der Lan­des­de­le­gier­ten­kon­fe­renz in Ess­lin­gen neu gewählt. 

Ich bin bis­her in der LAG Hoch­schul­po­li­tik, in der LAG Medi­en- und Netz­po­li­tik und als baden-würt­tem­ber­gi­scher Län­der­rats­de­le­gier­ter im Lan­des­ver­band aktiv und glau­be, dass gera­de jetzt, nach der ver­lo­re­nen Bun­des­tags­wahl, der rich­ti­ge Zeit­punkt ist, um den sprich­wört­li­chen Hut in den Ring zu wer­fen und mich für den Par­tei­rat zu bewerben. 

Bei der Gele­gen­heit möch­te ich allen dan­ken, die mich bei der Ent­schei­dung, die­sen Schritt zu wagen, unter­stützt haben. Jetzt bin ich natür­lich gespannt auf den Par­tei­tag – und ste­he bis dahin für Rück­fra­gen und Kom­men­ta­re selbst­ver­ständ­lich ger­ne zur Verfügung.

Ach ja: die Bewer­bung.

Zwei Flügel auf der immerwährenden Suche nach der Mitte

Sunflower's end IV

Viel­leicht bin ich ein­fach schon zu lan­ge dabei in die­ser Par­tei, viel­leicht ist das der Grund, war­um ich das der­zeit statt­fin­den­de inner­par­tei­li­che Rin­gen um die Deu­tungs­macht nach der Wahl­nie­der­la­ge nicht beson­ders beein­dru­ckend fin­de. Wir strei­ten über den rich­ti­gen Kurs, das tun wir als Par­tei, das tun wir gemein­sam – und wir tun es nicht zum ers­ten Mal. Und es wird, da bin ich mir sicher, nicht mit dem Durch­marsch des einen oder des ande­ren Flü­gels enden, son­dern mit einer neu­en Selbst­ge­wiss­heit grü­ner Eigenständigkeit.

Eingeständnisse und Eigenständigkeit

Auch der ges­tern statt­ge­fun­de­ne Län­der­rat zum Wahl­aus­gang, an dem ich als Dele­gier­ter für Baden-Würt­tem­berg teil­ge­nom­men habe, ändert nichts an die­ser Bewer­tung. Nein, er bestärkt mich sogar in die­ser Auf­fas­sung. Klar: Es gab die gro­ßen Schau­fens­ter­re­den, in denen nicht nur für den einen oder ande­ren Kurs gewor­ben wur­de, son­dern auch ver­sucht wur­de, die Schuld für die Wahl­nie­der­la­ge mög­lichst auf der ande­ren Sei­te des inner­par­tei­li­chen Spek­trums abzu­la­den. Eini­ge Reden las­sen sich hier rich­tig schön als Mus­ter­bei­spiel dafür her­neh­men, wie ver­sucht wird, nach­träg­lich ein neu­es Nar­ra­tiv über die Tat­sa­chen zu stül­pen, bei dem dann die „ande­re Sei­te“ schlech­ter als vor­her dasteht.

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Photo of the week: Green leafs

Green leafs

 
Ich kann es nicht oft genug sagen: In Kür­ze wird gewählt, und die Wahl­ent­schei­dung bedeu­tet tat­säch­lich etwas. Übri­gens nicht nur nächs­tes Wochen­en­de im Bund und in Hes­sen, son­dern auch mor­gen in Bay­ern. Men­schen aus Fran­ken, Ober- und Nie­der­bay­ern, die noch Fra­gen an uns Grü­ne haben, kön­nen die bei der Bay­ern-Aus­ga­be von Drei-Tage-Wach los­wer­den. Und wer sich im Bund noch unschlüs­sig ist, mag viel­leicht etwas dar­über lesen, was ande­re an Lügen und Gerüch­ten über Grün erzäh­len, und wie es wirk­lich ist, oder den grü­nen Steu­er­rech­ner aus­pro­bie­ren. Die Devi­se heißt: Vom Umfra­ge­herbst nicht ban­ge machen lassen!

Kurz: Achterbahnfahrt

Was mir ja ein wenig Sor­gen macht, auch wenn mir ein hal­bes Dut­zend mehr oder weni­ger gute Grün­de dafür ein­fal­len, ist die unten­ste­hen­de Kur­ve. Und die 10%, die die For­schungs­grup­pe Wah­len heu­te hat­te, sind dort gar nicht ein­ge­preist. Da bleibt nur: Jetzt erst recht ran an die Leute!

Prognosen Grüne vor der BTW

Daten­quel­le: wahlrecht.de

P.S.: Die­ses Inter­view mit ZDFWDR-Chef­re­dak­teur Jörg Schö­nen­born über die Unsi­cher­heit von Umfra­gen kurz vor Wah­len passt ganz gut als Gegen­gift zu mei­ner Kur­ve oben.