Noch ein Foto aus dem Winterwald von letzter Woche – inzwischen wird dank Dauerregen und leicht wärmeren Temperaturen gerade Matsch daraus.
Photo of the week: Herbst im Waldkindergarten VI
Am Freitag habe ich dann doch noch drangedacht, meine Kamera mit in den Wald zu nehmen und das fabelhaft goldene Laub in der Waldkrippe zu fotografieren. Das Wetter soll schlechter werden, und der goldene November ist dann wohl auch vorbei. Also: Glück gehabt. Mehr leuchtende Herbstwaldbilder hier.
Kurz: Was der Rasmus so sagt
Der Rasmus blabbert eigentlich seit seiner Geburt. Das macht er auch jetzt noch gerne. Aber seit einiger Zeit wird klar, dass er nicht nur schon ziemlich viel versteht, sondern dass er auch selbst reden kann. Mama – alle Personen, die ihm wichtig sind, aber auch sein Schnuller. Hu(nd), Katze, (K)uh und Baum. Und Auto! Obwohl wir keins haben, scheinen Autos ihn doch sehr zu beeindrucken – wie das wohl vor der Erfindung dieses Fahrzeugs war? Wichtige Wörter wie „nein“ und „doch“. Und natürlich Käse und Apfe(lsaft) – und wenn die weg sind, „alle“. Das erste Wort überhaupt aber war natürlich „da“.
Es ist erstaunlich: aber mit diesem guten Dutzend Wörtern kann sich so ein Eineinhalbjähriger schon ganz gut verständigen.
P.S.: Ganz vergessen, aber auf jeden Fall auch zu erwähnen: „Hallo“ (gerne aus unserem bis zum Boden reichenden Küchenfenster an alle Welt verkündet) und „Tschüs“ (mit Winken!).
Rasmus sagt Hallo
Kurz: Promovierende mit Kind zwischen den Kategorien

Meine Partnerin und ich sind derzeit beide Promotionsstudierende. Das hat verschiedene Vor- und Nachteile, um die es hier aber gar nicht gehen soll. Ein Problem dieses Status ist mir heute morgen schmerzlich bewusst geworden. Wir sind nämlich (schon länger) auf der Suche nach einem Kita-Platz für Rasmus. Eigentlich hätten wir gerne schon längst einen – Rasmus ist gerade ein Jahr als geworden – aber da wir ihn nicht vorgeburtlich schon auf Wartelisten setzen lassen haben, zieht sich das alles hin.
Aber zum Statusproblem: die Uni Freiburg hat eine eigene Kita (soweit ja mal gut). Die ist voll, wir stehen auf der Warteliste, haben aber wenig Hoffnung, einen Kita-Platz zu ergattern, weil die Plätze dort in der Reihenfolge „wiss. Mitarbeiterinnen“*, „wiss. Mitarbeiter“, „Promovierende“ vergeben werden, wie ich heute morgen erfahren habe.** Das Studentenwerk betreibt auch Kindertagesstätten. Dort ist die Reihenfolge „Studierende im Erststudium“ und erst danach „Promovierende etc.“. Macht beides aus sich heraus Sinn – zusammen führt es dazu, dass die Chance, als promovierende Eltern ohne Beschäftigtenstatus einen Kita-Platz an der Uni zu kriegen, ziemlich klein sind. Was – „akademische Rushhour“ hin und „familienfreundliche Uni“ her – ziemlich blöd ist.
* Nebenbei ein schönes Beispiel für Reifizierungsprobleme: aus der gegenwärtigen geschlechtsspezifischen Arbeitsverteilung heraus erscheint es durchaus sinnvoll, Kita-Plätze bevorzugt an die Kinder von Wissenschaftlerinnen zu geben – gleichzeitig verstärkt diese Reihenfolge aber die gesellschaftliche Annahme, dass Wissenschaftler einen geringeren Bedarf an Kinderbetreuung haben, weil ja im Zweifelsfall die Frau einspringen kann.
** Damit das nicht in den falschen Hals gerät: der Mitarbeiter, der mich darüber informiert hat, war sehr freundlich und hatte durchaus Einsicht in die sich daraus ergebenden Probleme (und nannte auch einige Alternativen außerhalb der Uni) – das strukturelle Problem besteht trotzdem weiter.


