So überschlägig gerechnet habe ich 2012 rund 500 Stunden in Zügen verbracht, mal arbeitend, mal frühstückend, mal ein Buch lesend, oft twitternd und manchmal auch nur gelangweilt in die Luft starrend. Und an mehr als hundert Tagen habe ich diesen Bahnhof hier betreten. Pendlerschicksal. (Und ab und zu frage ich mich, was sich ändern würde, wenn Baden-Württemberg ein eigenes Land wäre, vergleichbar der Schweiz, wenn dann Südbaden ein eigenes Bundesland wäre, und wie viel der Berliner bzw. Stuttgarter Zentralismus so ausmacht, politisch gesehen).
Photo of the week: Überfrierende Nässe XIV
Photo of the week: Dry seedleafs
Ohne Bezug zum Foto: Letzte Woche war mal wieder Fraktionsklausur. Die dauert drei vollgestopfte Tage lang, ist meist mit viel leckerem Essen und wenig Schlaf verbunden (Stichwort: „Gemeinsinn“), und politisch mal mehr und mal weniger ergiebig. Dieses Mal haben wir ohne Schnee in Bad Mergentheim getagt, die Fraktion hat unter anderem über den ländlichen Raum diskutiert, beim Bürgerdialog waren ca. 700 BürgerInnen, und Wölfe haben wir auch gesehen. (Und mit dem von mir betreuten AK Wissenschaft, Forschung und Kunst gab’s dann noch Exkursionen zur Dualen Hochschule und zum Deutschordensmuseum im Schloss Bad Mergentheim).
Insgesamt: Schöne Sache, laugt allerdings auch ein bisschen aus, vor allem, wenn vorher – wie bei mir – schon eine fiese Erkältung da war.
Photo of the week: Welcome 2013! – IV
Auch wenn’s eigentlich nur eine Technikalität ist (und es das Wort im Deutschen vermutlich gar nicht gibt), ist so ein Anfang eines neuen Jahres für mich doch immer wieder ein gefühlter Beginn. Irgendwelche Dinge werden zum ersten Mal im neuen Jahr gemacht. Noch liegt in der Schwebe, was das Jahr bringen wird. Es wirkt noch ganz frisch, hat noch keine Macken und Schrammen, wurde gerade eben erst ausgepackt. Möglichkeiten liegen in der Luft, und die Zeit dehnt sich.
Mit den Weihnachtsfeierlichkeiten, bei uns dann noch mit Z.s Geburtstag, mit dem Rhythmus von Feiertagen und Urlaub fühlt sich die Zeit um den Jahreswechsel herum tatsächlich anders an als der Arbeitsalltag. Der hat mich dann spätestens Montag wieder. Mal sehen, wie lange der Zauber des Neubeginns 2013 anhält.
Photo of the week: Dreisam waves VIII
So hübsch kann die Dreisam tosen, wenn es Hochwasser hatte. Wie die Wikipedia in Bezug auf Bernhard Maier schreibt, kommt der Name Dreisam nicht vom Zusammenfluss mehrer Quellflüsse, sondern ist keltischen Ursprungs: *tragisamā, „die sehr schnelle“. Da macht der Fluss in diesen Tagen seinem Namen alle Ehre. Und erinnert zugleich an die vorgeschichtliche Besiedlung des Landstrichs.





