Keine Ahnung, was das für eine Pflanze ist. Sieht unscheinbar aus, solange niemand näher tritt und einmal genau hinschaut. Dann fängt sie an, den ebenfalls auf den ersten Blick unscheinbaren Blüten der tropischen Wohnzimmergrünlilien zu ähneln. Die mich wiederum an einige der Blüten erinnern, die bei Tolkien vorkommen, wenn es darum geht, die Welt der Elben zu charakterisieren.
Photo of the week: Mud reflection
Photo of the week: Is it a bird? Is it a witch?
Dass wir in Wolken Bilder sehen, liegt an den hoch entwickelten Mustererkennungsalgorithmen, mit denen menschliche Gehirne ausgestattet sind. Was wir sehen, ist Kultur und damit kontingent.
Jetzt könnte, um elegant eine Überleitung zum Wahlsonntag hinzukriegen, jemand auf die Idee kommen, zu behaupten, dass auch der Wahlakt und das Ergebnis der Wahl nicht viel mehr als ein kulturelles Konstrukt darstellt – wenn auch eines, auf dessen Relevanz wir uns kollektiv geeinigt haben. Das stimmt zwar, aber was rauskommt, spielt nichtsdestotrotz eine gewaltige Rolle. Darin unterscheidet sich die Wahl zum Europaparlament (und da, wo diesen Sonntag kommunal gewählt wird, entsprechend auch die Kommunalwahl) doch ganz deutlich von Wolkenschlieren. Das Ergebnis ist auch viel beständiger, und hat auch deswegen weitreichende Konsequenzen. Es ist eben nicht egal, wer im EP sitzt, wenn es zum Beispiel um das Freihandelsabkommen TTIP geht. Oder um die Agrarförderung. Oder um Erasmus plus und Horizon 2020. Das EP ist deutlich aufgewertet worden – nicht zuletzt bei der Besetzung des Kommissionspräsidenten (oder der Kommissionspräsidentin). Ob ein Konservativer aus Luxemburg oder ein Deutscher aus der SPD an der Spitze stehen, ist dabei weniger wichtig als die Frage, was dieser an Zugeständnissen machen muss, um vom EP bestätigt zu werden. Da kann eine starke grüne Fraktion nur helfen. Und himmelblau ist für eine Wahl eben die völlig falsche Farbe.
Ich werde morgen ganz überwiegend grün wählen. Aus guten Gründen. Und wer noch Fragen hat – Drei Tage Wach steht auch bei dieser Wahl Rede und Antwort.
Photo of the week: Augustinermuseum – Gothik VII
Unlängst war ich endlich mal im frisch renovierten Augustinermuseum in Freiburg. (Und im Museum für Stadtgeschichte). Davon gibt es auch ein paar Fotos.
Eigentlich habe ich es ja nicht so mit dem Christentum, das – bzw. christliche Kunst – im Augustinermuseum ziemlich prägend ist. Gibt aber auch ein paar schöne Schwarzwaldlandschaften. Aber gehört wohl zur Stadtgeschichte dazu. Neben der in tatsächlich sehr schönen Räumen präsentierten Dauerausstellung (und einem Kaffee im Kreuzgang) habe ich mir auch die Sonderausstellung „Baustelle Gotik“ angesehen, die noch bis Oktober besucht werden kann (Eintritt 7 Euro für Erwachsene, Di-So).
In der Ausstellung wird alles mögliche rund um den Bau des Freiburger Münsters dokumentiert – von der Bautechnik des Mittelalters (durchaus beeindruckend) bis zum sozialen Status der Münsterbaumeister und zu diversen religiösen Kult- und Zeremoniegegenständen. Und natürlich gibt es auch Wasserspeier (und in der Dauerausstellung noch diverse weitere Münsterfiguren) zu bewundern. Eindrucksvoll ist auch, noch einmal zu sehen, wie lange für den Bau des Münsters gebraucht wurde, und wie Zwischenlösungen immer wieder überarbeitet und ergänzt wurden. davon können sich Stuttgart 21, die Elbphilharmonie in Hamburg oder der Berliner Flughafen ein Stück abschneiden – immerhin wurde so gebaut, dass das Münster von Anfang an nutzbar war.
Das etwas unscheinbare Museum für Stadtgeschichte (am Münsterplatz), das ich mir auch angeschaut habe, präsentiert u.a. – in einem an und für sich schon sehenswertem Kellergewölbe – die Entwicklung der Stadt Freiburg. Dass Freiburg vor etwa 300 Jahren noch ein Festungsbau war, mit einem Schloss auf dem Schlossberg, mit Stadtteilen wie Zähringen oder Haslach als eigenständigen Dörfern, erscheint heute ziemlich unvorstellbar.
Photo of the week: Calendula still III
Manchmal überrascht mich mein inzwischen wieder begrünter Balkon. Zum Beispiel mit einer Ringelblume, die im Spätherbst noch ein bisschen geblüht hat – und jetzt durchaus prachtvoll damit wieder angefangen hat. Genauso wie die Strohblumen. Ist halt alles durcheinander, irgendwie.





