Symbolbild: So war der Sommer.
Photo of the week: Degrowth 2014, Leipzig
Inhaltlich habe ich im letzten Beitrag ja schon ein bisschen was zur Degrowth 2014 geschrieben. Auch im Foto der Woche nochmal ein Bild der Universität Leipzig. Den Kontrast zwischen den glitzernden Unigebäuden und dem alternativen Flair der Konferenz fand ich durchaus faszinierend. Das hier zu sehende „Neue Augusteum“ wurde 2012 vollendet. Bis 1968 stand – so die Wikipedia – am selben Platz ein Universitätsgebäude aus dem 19. Jahrhundert, das dann durch einen „nüchternen DDR-Zweckbau“ ersetzt wurde, der wiederum dem hier zu sehenden zeitgenössischen Hochglanzgebäude weichen musste.
P.S.: Das kleine weiße Zelt vorne rechts war übrigens eine Anlaufstelle des „Global Ecovillage Network“, hier präsentierten sich Ökodörfer und Kommunen.
Photo of the week: Zucchini study IV
Zumindest schöne Blüten produzieren die Balkon-Zucchini en masse. Und ich nutze mein heutiges Foto der Woche einfach mal, um auf einen magischen Garten hinzuweisen: Der Debutroman The Memory Garden von Mary Rickert handelt von einer alten Frau, die alleine mit einer Katze in einem einsamen, verwunschenen Haus lebt. Sie nimmt das Findelkind Bay auf, die heute ein Teenager ist. Der Garten blüht und grünt üppig, ohne sich an Jahreszeiten zu halten. Doch eine lange zurückliegende Bluttat, in die sie mit ihren damaligen besten Freundinnen verwickelt ist, lässt der alten Frau keine Ruhe. Bay fängt an, Gespenster zu sehen. Und warum nennt alle Welt ihre Ziehmutter eine Hexe?
Mehr zu verraten, ist nicht möglich, ohne die gut aufgebauten Illusionen und überraschenden Wendungen, die das Buch nimmt, zu zerstören. Bei mir lag es lange auf dem Nachttisch herum, nachdem ich es aufgrund eines Hinweises bei Boing Boing oder so gekauft hatte. Mehrfach hatte ich angefangen, bin aber über die ersten paar Seiten nicht hinausgekommen – das Buch ist eher langsam und atmosphärisch, weder Action noch Coming of Age (auch wenn Bays Teenagerdasein eine große Rolle spielt). Gestern Nacht habe ich es dann durchgelesen und die Zeit vergessen – einmal über die ersten paar Seiten hinausgekommen, wollte ich wissen, was es mit dem düsteren Geheimnis auf sich hat. Die Dinge sind nicht so, wie sie scheinen. Und ja, es geht nicht nur um Gärtnern und Leckereien, um Hexerei – darum auch – sondern letztlich um Emanzipation. Rickert erzählt das sehr kunstvoll und schön. Allen, die sich darauf einlassen wollen, ist das Buch sehr zu empfehlen.
Mary Rickert: The Memory Garden, Sourcebooks 2014.
Photo of the week: Flying Leitz II
Die städtische Kita hier im Rieselfeld macht ziemlich coole Sachen. Zum Beispiel gibt es einmal im Jahr ein Kunstprojekt (zusammen mit Bagage), genauer gesagt, eine Projektwoche, wo mit den Kindern Kunst produziert wird, die dann in einem Fest (zur Vernisage) endet. Dieses Mal waren Blumen das Thema, letztes Jahr waren es Farben. Was dabei an Kunst im Gartenatelier entsteht, ist erstaunlich (ebenso wie einige der Dinge, die im ganz normalen Kindergartenalltag mit nach Hause gebracht werden).





