Eine Weile lang war das diesjährige Juni-Wetter – zumindest außerhalb der Überschwemmungsgebiete – ja ganz hübsch anzuschauen. Aber jetzt reicht’s mir allmählich dann doch mit Wolken, Wolken, Wolken, Regenstürmen und Kälte.
Kurz: Fußball und Jugend – immer ein Problem
Wie bei jedem großen internationalen Fußballereignis weist die Grüne Jugend – heuer mit großem medialen Echo – darauf hin, dass eine Überdosis nationaler Flaggen auch dazu beiträgt, die gesellschaftliche Hemmschwelle dafür, Nationalismus normal zu finden, deutlich senkt. Mag ein spezifisch deutsches Problem sein, ist aber eben auch eine deutsche Geschichte. Insofern habe ich gewisse Sympathien für die Position der Grünen Jugend und finde manches „altgrüne“, eilig aus dem Hut gezauberte Bekenntnis zu schwarz-rot-goldenen Faninsignien ein bisschen peinlich.
Ich bin jedenfalls alt genug, um mich an Zeiten – vor 1990 – zu erinnern, als ’schland-Begeisterung noch nicht so üblich war. Fußball soll damals auch schon gespielt worden sein.
Apropos alt genug: meine Kinder sind deutlich stärker an Fußball interessiert als ich es bin. Was dann nicht nur zu Konflikten bezüglich Spiel-im-Fernsehen-schauen führt, sondern auch zum Besitz von Fan-T-Shirts und schwarz-rot-goldenen Kindertattoos. Mal sehen, wie das wird, wenn die beiden ins Jugendverbandsalter kommen.
Photo of the week: Rainy sky II
Manche mögen es gewöhnungsbedürftig finden, aber ich mag meinen Stadtteil. (Hier: der Maria-von-Rudloff-Platz mit der Betonfront der Maria-Magdalena-Kirche). Und dieses düstere Blau, wenn auf der einen Seite noch Sonnenschein und auf der anderen schon Regenwolken sind – oder umgekehrt -, das mag ich auch.
Kurz: Nicht der Typ für audiovisuellen Overkill
Es ist nicht so, dass ich nie Youtube-Videos oder Streams anschaue. Dass beispielsweise die Plenarsitzungen des Landtags von Baden-Württemberg gestreamt werden, finde ich sehr praktisch, um – selbst wenn ich mal in Freiburg sitze – das aktuelle Geschehen zu verfolgen. Und auch über den Stream des SWRs zur Koalitionsvertrags-Pressekonferenz habe ich mich gefreut.
Trotzdem: Podcasts, Video-Blogs, Youtube etc. haben zwei gewaltige Nachteile. Der eine hat was damit zu tun, dass ich ziemlich schnell lese (und noch schneller überfliege). Für mich ist es deutlich weniger anstrengend, Informationen via Text aufzunehmen, als einer Tonspur zu folgen. Mag bei anderen anders sein, bei mir ist es definitiv so. Auch so Praktiken wie „einmal schnell runterscrollen, dann da und dort hängenbleiben“ sind mit Tonaufnahmen und mit Videos kaum zu machen (bei Youtube-Videos, die mir zu langatmig sind, fallen mir analoge Verhaltensweisen dazu ein – so lange klitzekleine Ausschnitte anpicksen, bis die Stelle gefunden ist, die eigentlich interessant ist …). Ähnlich übrigens bei Filmen/Serien: ein Buch kann ich unterbrechen, noch eine eine Viertelstunde lesen, weglegen, zwei Tage später weiterlesen. Bei Filmen geht das zwar auch, fände ich aber sehr seltsam. Oder macht das jemand so?
Das andere Problem sind schlicht die Kopfhörer. Wenn ich zuhause sitze, lasse ich gerne Musik laufen, schaue mir durchaus mal ein Video an (Podcasts trotzdem eher nicht, siehe oben – dass das Deutschlandsradio seine Beiträge zumeist auch transkribiert, hat durchaus Vorteile). Wenn ich da die Wohnung beschalle, stört das meistens niemand (oder maximal meine Kinder …). Im Büro, und erst recht in der Bahn, geht das nicht. Also müsste ich Musik, Videos, Podcasts – sofern ggf. die Netzverbindung mitspielt – über Kopfhörer hören. Was ich dann wiederum eher nervig finde. Dann lieber keine Musik und erst recht keine gesprochene Sprache.
P.S.: Bilder, Illustrationen, von mir aus auch animierte – da habe ich überhaupt nichts gegen. Gerne mehr davon!



