Jahreszeitliche Grüße!
(Nur das gestern Nacht geworfene Ei, das ich gerade vom Fenster putzen konnte, hätte definitiv nicht sein müssen.)

Das Blog von Till Westermayer * 2002
Eine Besonderheit des grünen Bundestagswahlkampfs 2013 war der Mitgliederentscheid (kurz #me13). Nach dem Beschluss des Wahlprogramms durch die Bundesdelegiertenkonferenz waren alle Mitglieder der Partei aufgerufen, in einer Mischung aus Online-Debatte und Offline-Abstimmung zu entscheiden, welche der 58 Schlüsselprojekte aus dem Wahlprogramm zentral für den Wahlkampf sein sollen (siehe dazu auch Blended Participation: Grüner Mitgliederentscheid gestartet, Einige Kennzahlen zum grünen Mitgliederentscheid und Nach dem Mitgliederentscheid).
Ich schrieb im Mai 2013, dass es drei Kriterien sind, an denen sich der Erfolg des Mitgliederentscheids bewerten lässt: 1. die Mobilisierungswirkung, also die Frage, wie viele Mitglieder an den Debatten teilnehmen, wie hoch die Beteiligung am Entscheid ist, und welches Echo die gewählten Projekte entfalten; 2. die Sichtbarkeit, ob es also gelingt, den Mitgliederentscheid öffentlich sichtbar zu machen, und 3. die partizipative Wirkung, wie weit die Ergebnisse also tatsächlich im Wahlkampf und danach eine Rolle spielen.
„Wahrheit oder Pflicht: Nachbetrachtung zum grünen Mitgliederentscheid“ weiterlesen
Als regelmäßiger Bahnfahrer spielt das richtige Maß an Gelassenheit im Umgang mit der Bahn auch in meinem Blog ab und zu eine Rolle; und wer mir auf Twitter oder Facebook folgt, erlebt manchmal entsprechende Abenteuer mit – bis hin zu Verzerrungen in der Raumzeitgeometrie, die dazu führen, dass der schnellste Weg zwischen Stuttgart und Freiburg schon mal über Mannheim führen kann.
Aktuell wollte ich aber vor allem auf eine hilfreiche Liste hinweisen, die Malte Krohn für Viel- wie Gelegenheitsfahrgäste zusammengestellt hat. Gelassenheit gehört auch dazu, aber auch ein paar weitere kluge Tipps fürs bessere Bahnfahren.
Die Arbeit in der Politik bringt ihre eigenen Betriebsblindheiten mit sich. Manche davon verstecken sich hinter technokratisch anmutenden Phrasen. Das „Heben von Effizienzreserven“ ist ein solches Sprachbild. Es steht in einem engen Zusammenhang mit der „Schuldenbremse“ und den von den einzelnen Ressorts erwarteten „Konsolidierungsbeiträgen“.
Faktisch heißt „Heben von Effizienzreserven“: Es ist nicht genügend Geld vorhanden, um die rechtlich und politisch gewünschten Aufgaben zu erledigen, also sollen tendenziell weniger Beschäftigte (in der gleichen Zeit wie vorher) die gleiche Arbeit leisten. Sie sollen es nur „effizienter“ tun. Bis zu einem gewissen Grad ist das sicherlich möglich, hier Arbeitsabläufe „zu optimieren“. Gerade Verwaltungsvorgängen hängt ja der Ruf nach, kein Vorbild für effiziente Organisation zu sein. Ob dieser schlechte Ruf stimmt, sei dahingestellt.
„Heute schon eine Effizienzreserve gehoben?“ weiterlesen
Gerade ist das bei meinen beiden Kindern eine extrem spannende Zeit. Die Ältere kann jetzt lesen – noch etwas stockend, aber allmählich in einer Geschwindigkeit, in der Bücher Spaß machen. Eine ganz neue Welt. Und der Jüngere hat Buchstaben und Zahlen entdeckt – nicht nur, um damit Fische auf seiner Magnettafel zu basteln, sondern auch, um zu zählen. Und „Ist das ein Rrr? Und das ein Sss?“ zu fragen. Spannend.