Was ich ja sehr mag, ist dieser flaschengrün-dunkeltürkisfarbene Farbton, den Wasser zur Zeit annimmt, wenn sich die sattgrünen Bäume darin spiegeln. Hier: der See im Dietenbachpark.
Kurz: Jetzt erst recht – Klimaschutzpartei in die Regierung
Es gibt Momente, die sich tatsächlich global anfühlen. Gestern Abend, als Donald Trump seinen Willen verkündete, die USA (in den nächsten Jahren) aus dem Pariser Klimaschutzabkommen herauszureißen, das war so ein Moment der kollektiven globalen Enttäuschung und Wut.
Zu diesem Moment gehörte auch die gemeinsame Erklärung von Deutschland, Frankreich und Italien, dass Europa zum Pariser Abkommen steht, genauso wie die diesbezügliche Bekräftigung von Indien und China. Und es wurde einmal mehr deutlich, dass große Teile der Städte und Staaten in den USA einen ganz anderen Kurs als ihr derzeitiger Präsident verfolgen.
Sich zum Klimaschutz zu bekennen, ist das eine. Es ist richtig. Klimaschutz zu machen, ist das andere. Und das wirklich wichtige. Hier gibt es auch in Europa noch massive Defizite. Der entscheidende Schluss für mich heißt deswegen: bei der Bundestagswahl dafür sorgen, dass die Klimaschutzpartei wieder in Regierungsverantwortung im Bund kommt. Jetzt erst recht!
Photo of the week: Graffiti train IV
Kurz: Für wen bloggen?
In erster Linie natürlich für mich selbst. Sprich: ich nutze dieses Blog durchaus so ein bisschen als digitales Gedächtnis/Archiv, als Ort zum verschriftlichten Nachdenken, als nicht besonders aussagekräftiges öffentliches Tagebuch. In zweiter Linie ist so ein Blog ein Medium, also für Freund*innen, Bekannte und den Rest der Welt. Allerdings stellte ich zunehmend fest, dass nur eine ganz bestimmte Sorte Texte auf eine nennenswerte Resonanz stößt: nämlich die, in denen ich mir Gedanken über den Kurs, Zustand und die Zukunft der grünen Partei mache.
Dafür mag es mehrere Gründe geben – beispielsweise kenne ich einen großen Teil meines „Freundeskreises“ auf Facebook und Twitter entweder über die Grünen oder über Politik in einem weiteren Sinne. Und dass die natürlich vor allem Dinge lesen und teilen, die etwas mit Politik, und insbesondere mit Bündnis 90/Die Grünen zu tun haben, ist jetzt auch nicht wirklich verwunderlich. Außerdem arbeite ich für eine grüne Landtagsfraktion, verbringe einen Teil meiner Freizeit – schon seit vielen Jahren – mit Parteiehrenamt, verfolge Wahlkämpfe und Wahlen und kenne mich vermutlich ein bisschen aus in dieser Partei. Insofern mag es so sein, dass ich da im Besonderen etwas zu zu sagen habe. Und über die „organische“ Wirkung des Blogs hinaus Werbung dafür zu machen, SEO zu betreiben und dergleichen mehr, all das ist mir bisher nicht in den Sinn gekommen.
Richtig befriedigend ist es trotzdem nicht, dass es (neben den Fotos der Woche, die in der Tat eher unter die Kategorie öffentliches Tagebuch fallen, und bei denen mir das Echo egal ist) viele Blogtexte gibt, die ich spannend und relevant finde, die es aber entweder nicht sind oder die ihre Leserschaft nicht finden. Insofern der größte Teil meiner Zugriffe via Twitter/Facebook erfolgt, hieße das: ich kenne zu viele Menschen via Partei und Umfeld, und zu wenige aus anderen Kontexten. Hm.
Photo of the week: Architecture meets landscape II
Habe mir heute Sigmar Polke im Museum Frieder Burda und Sergej Jensen in der direkt daneben liegenden Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden angesehen – Polke hat mich, insbesondere mit den Überlagerungen gerasterter bzw. fein gezeichneter Figuren auf figurativen Stoffen als Leinwand deutlich mehr beeindruckt, auch wenn ich Jensen (Experimente mit dem Malgrund selbst und eine Art Pointillismus nach Bildschirmkunst) durchaus als eine gute Ergänzung empfand. Und das von Richard Meier entworfene Museum Frieder Burda wirkte – wie die Meier-Bauten oft – ebenfalls beeindruckend, ohne dabei zu sehr in den Vordergrund zu treten.



