Zum Wochenende ein paar Blümchen, oder wie auch immer das bei Moosen heißt. Dabei zeigt sich: Grün-rot hat was – nach wie vor.
Kurz: Unsere tägliche Kopie
Denn die Welt ist was Gemachtes,
und Du kriegst Deine tägliche Kopie.
Dota Kehr
Diese Liedzeile erklärt eigentlich sehr schön, was Sozialkonstruktivismus ist. Oder, um noch weiter in der Geschichte der Soziologie zurückzugehen, eine ähnliche Idee, das Thomas-Theorem: Wenn Menschen etwas für real halten, beziehen sie ihr Handeln darauf – und das hat reale Konsequenzen. Das ist von 1928. (Das Gegenteil gilt übrigens nicht, Beispiel Klimawandel: auch wenn sich die Haltung der KlimaleugnerInnen gesellschaftlich durchsetzen würde, und Klimawandel für irreal erklärt würden, wären dennoch reale Konsequenzen da …).
Ich spreche diese soziologischen Grundideen an, weil ich den Eindruck habe, dass sie hilfreich sind, um den Teil von Politik zu erklären, mit dem gerade Grüne immer wieder Probleme haben. „Ich habe doch erklärt, wie es ist, und trotzdem behauptet die Opposition das Gegenteil, und die Menschen draußen glauben denen auch noch – wie kann das sein?“
Eine schöne Geschichte schlägt im politischen Spiel immer mal wieder harte Fakten. Das ist ziemlich fies, und es sollte uns nicht von dem Versuch abhalten, ehrliche Politik zu machen. Aber es erklärt, warum manchmal Kampagnen verfangen, die nicht auf Interessengegensätzen gründen, sondern darauf, mit Schmutz zu werfen. Auch das ist ein Teil der täglichen Herstellung von Welt – und solange Menschen daran glauben und ihr Handeln daran orientieren, sind die Konsequenzen höchst real.
Kurz: Solare Autarkie fürs Smartphone?
Leider hält der Akku meines Smartphones nicht ganz einen intensiven Zugfahr- und Arbeitstag. Aber es gibt ja – standardisierter USB-Anschluss sei dank – inzwischen externe Akkus mit hoher Kapazität. So einen habe ich seit einigen Monaten auch.
Als ich mir den externen Akku kaufte, fiel mein Blick auf die Vision solarer Autarkie fürs Smartphone: die Solarzelle zum Aufklappen, zwei topflappengroße PV-Zellen, ebenfalls mit USB-Output. Was mich zur Idee brachte, dass es doch eigentlich klug wäre, den externen Akku solar aufzuladen.
Gute Idee, aber bisher klappt es nicht so recht. Im grauen Winter, als ich das gekauft habe, wollte die Solarzelle gar nichts produzieren. Jetzt hat es Sonne, und die Lade-LED am Akku blinkt auch eifrig, der Ladestand ist allerdings auch nach einigen Tagen noch sehr bescheiden. Montagsprodukt? Nur für den Outdoor-Gebrauch in südlichen Gefilden? Oder schlicht zuviel Energiehunger beim Akku? Wie dem auch sei, von der solaren Autarkie ist mein Smartphone leider noch weit entfernt.
Photo of the week: White flowers I
Kurz: Die Modelleisenbahn
Eine der netten Sachen daran, Kinder zu haben (und Eltern, die nichts wegwerfen ;-) …), ist es, Schätze aus der eigenen Kindheit wieder ans Licht zerren zu können. Zum Beispiel die Modelleisenbahn, mit der ich vor Jahrzehnten gespielt habe. Märklin H0, wobei mir das Landschafts- und Häuserbauen deutlich wichtiger war als der Zugverkehr, wenn ich mich richtig an diese Zeit erinnere. Die haben wir vor ein paar Tagen generationenübergreifend wieder aufgebaut; die lange Jahre vor sich hin rostende Lok wurde von meinem Papa wieder betriebsfähig gemacht, und auch die Schienen und der alte Trafo – Analogsteuerung – taten’s noch (na ja, mit ein bisschen Funkensprühen hier und da).
Ach ja, Fotos habe ich auch gemacht. Denen ist anzusehen, dass mein Jugendich Dinge gerne mal ein bisschen schief aufgeklebt hat; die Zeit hat das ihre dazu getan. Die ist in „Hügeln a.d.M.“ stehengeblieben, wo auch immer das liegen mag, und was auch immer in den 1950er-Jahre-Reihenhäuschen (die auch damals schon anachronistisch wirkten) so vor sich gegangen ist. Letzten Sonntag jedenfalls fuhr der Zug wieder.



