Nachdem ich beim letzten Foto der Woche eine (recht schlanke) Hummel für eine Biene gehalten habe, ist hier keine Wespe, sondern ziemlich sicher eine Hornisse – möglicherweise, wie sie gerade dabei ist, Stücke aus einem Pflaumenbaumblatt herauszuschneiden, um damit ein Nest zu bauen. Vielleicht macht sie da aber auch was anderes.
Und dann kam plötzlich eine Datenschutzgrundverordnung
Nach einer Vorlaufzeit von nur zwei Jahren tritt nun die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Klingt bürokratisch, ist es auch, aber letztlich geht es schlicht darum, dass die (automatisierte) Verarbeitung personenbezogener Daten europaweit nun nach einheitlichen Standards reguliert werden soll. Das meiste davon entspricht den deutschen Datenschutzgesetzen, die in vielen Fällen bisher nicht berücksichtigt wurden – manche Reaktionen wirken jetzt wie eine Überkompensation, wenn getreu dem Buchstaben der DSGVO für alles und jedes Einwilligungen verlangt werden etc. Vielleicht hat das etwas damit zu tun, dass die Möglichkeit der Datenschutzbehörden, Bußgelder zu erheben, inzwischen prominenter sichtbar sind (und das Abmahnproblem wird wohl überschätzt). Ich gehe davon aus, dass sich der sinnvolle Teil der DSGVO in wenigen Monaten „normal“ anfühlen wird, und die juristisch übervorsichtige Interpretation, die es eben derzeit zu Hauf‘ gibt, an Bedeutung verloren haben wird.
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Schulz’ Geschichte
Die Schulz-Story von Markus Feldenkirchen – ich habe den Fehler gemacht, sie als Hörbuch zu kaufen und gemerkt, dass das einfach nicht mein präferierter Wahrnehmungskanal ist, aber das ist eine andere Geschichte – also: die Schulz-Story ist ein beeindruckendes Stück Journalismus, bis hin zu den wie nebenbei in den Text eingestreuten Erläuterungen zu Fachbegriffen und politischen Situationen. Sie lässt sich auf drei Ebenen lesen: als Text über die Person Martin Schulz, als Text über den Zustand der SPD, und als Text über einige Dysfunktionalitäten unseres politischen Systems.
Photo of the week: Day of the bee IV
Heute ist wohl Tag der Biene. Da bietet sich ein Foto wie dieses an. Zumindest an diesen Schwertlilien am Ufer des Opfinger Sees waren einige Bienen zugange. Wald und Wiesen und das nahe Naturschutzgebiet dürften dazu beitragen, dass hier im Rieselfeld vom Rückgang der Insekten- und Vogelpopulationen noch nicht so viel zu merken ist. Über den Tellerrand hinaus geschaut, ist das aber durchaus eines der großen Umweltproblem heute.
P.S.: Falls mir jemand erklären mag, was der Unterschied zwischen der Biene oben und dieser hier rechts ist, würde mich das freuen.



