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Photo of the week: Kornfeldgelb

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Kornfeldgelb

 
So sieht der Sommer aus. Das Foto ist auf einem Spaziergang vom Rieselfeld zum Opfinger See entstanden. Spaziergang vor allem deswegen, weil der hiesige Radladen Reparaturtermine vergibt – mit einem Vorlauf von ein bis zwei Wochen. Deswegen war ich zu Fuß unterwegs. Gefreut habe ich darüber, dass es das ausgedehnte Naturschutzgebiet im Westen des Rieselfelds gibt. Ein Effekt davon sind die rund ein Dutzend unterschiedliche Vogelarten, die mir unterwegs en passant begegnet sind – zwei unterschiedliche Sorten in der Luft kreisende Raubvögel, die ich nicht nähere identifizieren konnte, im Tiefflug vom Mundenhof kommende Störche, aber natürlich auch Amseln und Krähen, und dann noch eine Handvoll kleinere Vögel in Hecken und Gebüschen. Und Schwalben (oder Mauersegler?), die diesen Sommer immer wieder hoch in der Luft zu sehen sind.

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Photo of the week: Technicolor sunset II

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Technicolor sunset II

 
Ich mag ja Sonnenuntergänge. Und dramatische Wolkenberge.

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#12von12 mal ausprobiert

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#12von12 Mai 2015Dass ich heute bei der Aktion #12von12 mitmachen will, ist mir erst spät am Morgen eingefallen – also um kurz vor 7 Uhr. Sonst wäre jetzt noch ein schönes Sommerstimmungsfoto vom Bahnhof zu sehen.

Um 6.43 Uhr bin ich in den einzig durchgehenden Zug des Tages eingestiegen, um nach Stuttgart zu pendeln. Wie jedes Mal hält der Zug irgendwo zwischen Freiburg und Lahr, um den ICE überholen zu lassen. Der ICE fährt in Freiburg später los, trifft aber in Karlsruhe wieder auf den IC. Deswegen das Überholmanöver, deswegen ein paar Minuten Standzeit, und deswegen ein Foto eines Kabelkanals neben den Gleisen. 

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Kurz: Vox populi im IC

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Im Zug von Stuttgart nach Freiburg nolens volens zwei bildungsbürgerlichen Paaren im Rentenalter zugehört. Zu allem eine gut gebildete Meinung, Einigkeit zählt mehr als Fakten. Waren im Museum, Herbert hat das ja gut organisiert mit der Bahnfahrt. »Grün-Rot redet mit Beamten«, so die Schlagzeile. Der Chor: unerhört, die Beamten zu benachteiligen, Bayern überträgt die Tariferhöhung ja auch zeitgleich. Der Schmid kann’s halt nicht. Schwenk zur Stadtpolitik, Rieselfelder Naturschutzgebiet soll nicht bebaut werden. Der Chor: Unerhört, wenigstens prüfen müsse man, sind ja Fachleute, die Stadtplanungsrentner, einfach aufheben, grüne Wiesen gibt es ja auch anderswo. Die Stadtbau baut hässliche Reihenhäuser, kriegt sie nicht verkauft, 700.000, kein Wunder, kann halt nicht rechnen, die Stadtbau. Der Zug hält fahrplanmäßig in Lahr, der Chor: Da hält der sonst nie, sicher ein Sonderstopp der Deutschen Bundesbahn für einen Bundestagsabgeordneten, genau. Und iih, die Läuse kommen wieder, fast wie 1946 ist es jetzt in den Schulen.

Die beiden grauen Paare amüsieren sich prächtig mit ihrer vertrauten und beschwingten Besserwisserei. Zur Not wird die Wikipedia zitiert. Wichtig ist nur, Recht zu behalten. Weil: alle anderen haben ja keine Ahnung, und böser Wille steckt eh dahinter …

Gefreut haben die vier sich dann, dass sie trotz Verspätung noch die Anstalt angucken können. Finanziert aus »Zwangsgebühren«. Auch wenn die früher besser war. (Und ich frage mich, was die wohl wählen …)

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Taschengeldgeschichten

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Zur Kindheit im vollendeten Kapitalismus gehört die Investition von Taschengeld in – aus Elternsicht eher schrecklichen – Plastikkruscht, gerne in Form von Sammelfiguren. R. hat gestern abend ausgerechnet, dass er sich zwei Figuren kaufen kann, und mir heute morgen extra noch mitgeteilt, dass wir doch bitte nach dem Kindergarten zum Discounter gehen sollen, um diesen Plan in die Tat umzusetzen. Gesagt, getan – ich hole R. vom Kindergarten ab, gemeinsam finden wir den Discounter (in dem ich sonst nie einkaufe), und auch der Aktionsbereich kurz vor der Kasse ist schnell lokalisiert. Ein hilfsbereites Kind informiert uns – die Figuren sind nicht ausgezeichnet – über Preise und Erwerbsstrategien, R. kauft seine beiden roten Figuren, packt sie schon auf dem Weg zum Fahrradanhänger aus und ist zunächst glücklich.

Es wird jetzt aber auch höchste Zeit, Z. vom Hort abzuholen. Also die Rieselfeldallee entlanggesaust – bis das muntere Spiel-Gebrabbel aus dem Anhänger jäh unterbrochen wird. »Papa, eine Figur ist weg!«

Ich halte am Straßenrand an, wir schauen im Anhänger nach, unter der Kuscheldecke, in R.s Jackentaschen. Da ist die Figur nicht. Und wirklich – der Anhänger hat an einigen Stellen Öffnungen, aus denen die Figur gekullert sein könnte. R. bleibt beim Rad (könnte ja gestohlen werden, meint er), ich gehe nochmal ein ganzes Stück zurück, angestrengt Ausschau haltend nach einer kleinen roten Plastikfigur. Finde aber keine. Den kommenden Wutausbruch schon vor dem inneren Auge, teile ich dies R. mit. Er ist traurig, nur die Ansage, dass ich den finanziellen Verlust zu teilen bereit bin, heitert ihn auf. Aber es hilft alles nichts, wir müssen weiter.

Kaum will ich los, sehe ich eine Sammelfigur im Straßendreck liegen. Grün, nicht rot, aber aus der gleichen Serie. Müssen gerade alle haben. R. ist glücklich über die grüne Figur. Ich denke, dass es doch eine Karmaverrechnung gibt – da wird sich dann wohl ein anderes Kind über R.s verlorene Figur freuen. Ausgleichende Gerechtigkeit, aber jetzt auf zum Hort.

Z. wartet schon, gemeinsam trödeln wir uns nach Hause. Am späten Nachmittag ist das ein langer Weg. Endlich in der Tiefgarage angekommen, das Rad verstaut, die Treppen zur Wohnung hoch, bleibt R. plötzlich stehen. Verdutzt präsentiert er uns – die rote, die verloren geglaubte Figur. Die wohl in den Ärmel gerutscht war. »Hatte ich die ganze Zeit in der Hand, ohne es zu merken«, meint R. dazu.

Morgen will er dann weitere Figuren kaufen. Ich hoffe, er hält sie gut fest.

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