Schlagwort-Archive: forschungspolitik

Weltentraum

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Zur Zeit stoße ich ständig auf den wunderschönen kleinen Film von Erik Wernquist, Wanderers.

Wanderers – a short film by Erik Wernquist from Erik Wernquist on Vimeo.

Die Planeten sind wortwörtlich die Wanderer, aber in diesem Film sind es auch wir Menschen, die zwergenklein vor den sieben Wundern des Sonnensystems stehen, die hier computertechnisch und dennoch originalgetreu nachgebildet wurden.

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Zivilgesellschaft, transformative Wissenschaft, und was die Netzgemeinde damit zu tun hat

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WrasenbildungDas Bild, dass ich von der re:publica 14 habe, ist sicherlich verzerrt, nehme ich sie doch nur durch den Filter der sozialen Medien wahr, in denen Menschen aus meinem weiteren Umfeld das eine oder andere darüber schreiben. Aus dieser verzerrten, vermittelten Wahrnehmung heraus gewinne ich den Eindruck, dass doch vieles ähnlich ist wie 2013, und dass meine Entscheidung, dieses Jahr nicht zum »Klassentreffen des Internets« – zum Treffen der digitalen Klasse? – zu fahren, daher so falsch nicht war.

Ich war dennoch heute in Berlin, allerdings ganz woanders, nämlich bei einer Tagung der ForschungsWende, bei der es um mögliche neue Allianzen zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft ging. Ich will jetzt gar keinen Tagungsbericht abliefern, aber vielleicht sind ein paar Worte zum Kontext notwendig:

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Flucht vom Planeten Erde

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On a search for the falling star XII

Anatol Stefanowitsch regte sich heute über, sagen wir mal, die technikbezogene Oberflächlichkeit der Menschheit auf. Also, dass z.B. sehr viel mehr Geld in Smartphoneschnickschnack fließt als in z.B. die bemannte Raumfahrt. Ich fasse seine Tweets mal zusammen:

Wir könnten längst auf dem Mars sein. Stattdessen lesen wir atemlose Nachrichten von einer Firmenzentrale namens „Spaceship Campus“. Und zwar der Firmenzentrale eines Konzerns für Unterhaltungselektronik, nicht etwa für Raumfahrt.

Dumm nur, dass diese Firmenzentrale längst Stahl-, Glas- und Betonschrott sein wird, wenn uns klar wird, dass wir auf der Erde festsitzen. (Bzw., unsere Nachkommen, die dann zum Trost mit Bergen unseres Elektronikmülls spielen können.)

Aber viel wichtiger: Das neue iPhone, es wird vielleicht ein gekrümmte Display haben! Gekrümmt! Ist Wissenschaft nicht wundervoll?

Ich konnte dann nicht anders, als ihm zu widersprechen. Nicht, weil ich die Frage der Displaykrümmung des neuen iPhones besonders wichtig fände, sondern weil ich die Besiedlung anderer Planeten für ein ziemlich utopisches Vorhaben halte. Also für eines, das sich gut für – literarische – Utopien eignet (und natürlich noch viel besser für (New) Space Opera), das mir aber als Rettungskonzept für das Überleben der Menschheit doch höchst ungeeignet erscheint.

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Nach dem Mitgliederentscheid

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Am Samstag habe ich mir einige Kennzahlen zum grünen Mitgliederentscheid angeschaut. Heute wurde nun das Ergebnis verkündet.

An der Urabstimmung teilgenommen hat wohl ein gutes Viertel der Mitglieder – 27 26,2 Prozent, habe ich gehört. Das sind nicht alle, aber sicherlich mehr als die »mittlere Funktionärsebene« der Aktiven in den Landesparteien und in der Bundespartei. In Zahlen wären das bei etwa 60.000 Mitgliedern dann rund 16.200 Personen. Gerade im Vergleich mit den Zahlen zur Onlinebeteiligung finde ich das eine beachtliche Mitgliedermotivation (manche sprechen dabei auch von Gamification der politischen Beteiligung – sei’s drum).

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Kurz: Schavan heißt jetzt Wanka

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Ein paar generellere Überlegungen zum Plagiatsverfahren Schavan hatte ich bereits im Oktober aufgeschrieben. Jetzt ist es soweit: Die Bundesforschungsministerin hat heute ihren Rücktritt erklärt. Begründet nicht mit dem Plagiat – das sie weiterhin leugnet – sondern mit der Tatsache, dass sie als Forschungsministerin, wenn sie gegen eine Uni klagt, dem Amt schadet.

Stimmt zwar, ist aber doch eine interessante Verkürzung. Abgesehen davon blieb der Rücktritt ein Rücktritt mit Stil: Die Bundeskanzlerin elogierte und betonte Verdienste und die bleibende Freundschaft (Borgen, anyone?), Schavan gab sich verantwortungsbewusst und rational.

Ihre Nachfolgerin wird weder McAllister noch Gröhe, sondern die scheidende niedersächsische Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka – ostdeutsch, konservativ, Mathematikerin, FH-Rektorin, Ministerin in Brandenburg (CDU abgewählt) und Niedersachsen (CDU abgewählt) – fachlich also durchaus versiert. Ein Kurswechsel weg vom neoliberal-elitären, auf Technik fixierten Kurs in der Hochschul- und Forschungspolitik ist mit diesem Wechsel nicht verbunden; ich erwarte, dass Wanka da recht nahtlos an Schavan anknüpft. Und umso deutlicher wird, warum am 22.9. eine andere Politik gewählt werden muss.

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