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Kurz: Bio mit Gesicht

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The making of apple pie: the survivors

Seit einiger Zeit ist mir auf einigen der Bioprodukte, die ich so kaufe, der Hinweis auf das Portal »Bio mit Gesicht« aufgefallen (Naturland steckt u.a. dahinter). Kurz gesagt geht es dabei darum, dass auf jedem Produkt eine Nummer aufgedruckt ist, die auf der Website bio-mit-gesicht.de eingegeben wird. Heute habe ich es mal mit den Kartoffelpuffern ausprobiert, die wir zum Mittagessen gegessen haben (ja, ein Halbfertig-Bio-Convenience-Produkt). Und was soll ich sagen: es funktioniert. Die Nummer 1007323 führt nicht nur zu der Firma, die die Kartoffelpuffer produziert hat (mit Gruppenfoto), sondern geht die halbe Wertschöpfungskette lang – porträtiert wird die Tiefkühlbäckerei, der Kartoffelbauer, der Hof, der die Zwiebeln angebaut hat, der, der das Getreide angebautgeliefert hat, und die Mühle, die das Getreide gemahlen hat.

Finde ich erstmal ziemlich beeindruckend, so im Sinne einer Bewusstmachung der Arbeitsleistung und der vielen kollektiven Akteure, die an z.B. der Produktion von Bio-Kartoffelpuffern beteiligt sind. Und auch die mehr oder weniger regionalen Produktionszusammenhänge werden so sichtbar. Ich nehme an, dass der Aufwand dafür gar nicht so groß ist, weil vermutlich die entsprechenden Abschnitte der Wertschöpfungsketten eh für durchgehende Zertifizierungen erfasst werden müssen – so wird das ganze dann halt noch mit einem Hofportrait und einem Foto verbunden und online abrufbar gemacht. Ob’s allerdings mehr als ein nettes Bio-Gimmick ist, darüber bin ich mir noch unschlüssig. Soll heißen: hat die Möglichkeit, sich anzuschauen, wer da alles an meinem Essen mitmacht, einen Einfluss darauf, was ich kaufe?

Last but not least: Spannend wäre es, wenn es sowas auch für hochintegrierte Produkte wie z.B. Mobiltelefone gäbe …

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