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Kurz: Das PR-Blöggle

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Der Peer Steinbrück hat jetzt also ein Blog. Weil, seit Obama dank social media den arabischen Frühling gewonnen hat, muss jeder twittern, der was werden will. Also, und weil der Peer viel um die Ohren hat, twittert er nicht selbst. Höchstens diktiert er mal. Und weil sein hochrangiges Team aus Männern besteht, die fast genauso wichtig sind wie er selbst, twittern die auch nicht. Der SPD traut der Peer nicht so richtig. Jedenfalls ist das der einzige trifftige Grund, warum die das nicht für ihren Peer macht. Der Sigmar führt ja auch schon die Interviews für den Peer.

Selbst nicht, Team nicht, SPD nicht? Was bleibt? Einfach! Der Peer lässt sich von fünf befreundeten Unternehmern ein unabhängiges Wahlkampfblog schenken, samt sechsstelligen Kosten für die fünfköpfige Redaktion, schwarz-gelblichem Baukonsortiumslogo und Obama-Referenz. Cool! Und unabhängig! Wirtschaftsnah! Mit klarer Kante und Korn statt Eierlikör! Da wird die Kreativwirtschaft sich aber freuen! Und die Netzszene. Also: was mit Medien halt.

Warum ein Blog, was das soll, und was es mit Obama zu tun hat? Keine Ahnung, steht aber da. Zwischen den PR-Textchen. Und ob der Peer das ordentlich als MdB verbucht hat (namentlich mit Spendernamen), müssen wir Helmut fragen. Der war ja schließlich auch Kanzler mit klarer Kante, der Kohl.

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In eigener Sache: Leistungsschau 2012

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Golden reflection

Wie bereits vor einem Jahr möchte ich die Gelegenheit nutzen, einen Rückblick auf meine bloggerische Tätigkeit im Jahr 2012 zu werfen. Ein oder zwei Artikel können noch dazukommen, aber im Großen und Ganzen war’s das jetzt mit dem Bloggen für dieses Jahr.

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Photo of the week: Nightly reflection

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Nightly reflection

 
Zur Mitte des Jahres 2012 mal eine kurze Leistungsbilanz. Nach offizieller WordPress-Statistik wurde mein Blog in den letzten sechs Monaten so oft angeschaut (»views«):

Januar 2012 2439 78,7 pro Tag
Februar 2012 6114 210,8 pro Tag
März 2012 4636 149,5 pro Tag
April 2012 4129 137,6 pro Tag
Mai 2012 3949 127,4 pro Tag
Juni 2012 3461 115,4 pro Tag

Im Schnitt sind das 4121 Views pro Monat im ersten Halbjahr 2012. Im gleichen Zeitraum im Vorjahr waren es 4326 Views pro Monat (mit einem massiven Peak zur Landtagswahl 2011). Im zweiten Halbjahr 2011 sank diese Zahl dann massiv auf durchschnittlich 2261 Views pro Monat – das hat auch einiges mit dem Reinkommen in meinen neuen Job zu tun. Insofern finde ich die Zahlen für das erste Halbjahr 2012 durchaus erfreulich – und danke allen, die mitlesend, kommentierend oder auch flatternd zum Gelingen dieses Hobbys beitragen.

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In eigener Sache: Einblick in die Zugriffsstatistik

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Mich würde ja interessieren, ob das in anderen C-Level-Blogs (wäre jedenfalls meine Selbsteinschätzung) auch so aussieht.

Also erstens, dass es an »normalen« Tagen laut WordPress-Zählung so um die hundert Artikelzugriffe (»Views«) gibt, und zweitens, dass der Februar 2012 alles andere als normal verlaufen ist. Mit über 6000 Views ist er nach dem März 2011 (Wahl in Baden-Württemberg, Fukushima) der Monat mit den meisten Zugriffen in meinem Blog bisher.

Einen ersten kleinen Peak gab es mit meinem Artikel zu den ACTA-Demos am 11. Februar. So richtig hochgezogen sind die Zugriffszahlen aber erst mit Wulff-Rücktritt und der Debatte um die Gauck-Nominierung. Ich habe dazu vier Blogtexte verfasst: Plädoyer für eine Präsidentin, Der Kandidat der nationalen Einheit, Reden wir noch, oder schreiben Sie schon? und last but not least die innerhalb weniger Tage zum zweitmeistgelesenen Text meines Blogs arrivierte Analyse Gauck auf der Goldwaage (bei dem ich dann ironischerweise erstmal vergessen habe, ein VG-Wort-Zählpixel einzubauen – wer will, darf meinen mit dem Schreiben der Analyse verbrachten fehlenden Schlaf gerne bei Flattr entschädigen).

Interessant sind dabei auch die Quellen dieser Zugriffe: Neben Facebook und Twitter waren es vor allem Erwähnungen im Kommentarbereich von »Leitblogs« in der Gauck-Debatte (in einem der FAZ-Blog-Texte von Julia Seeliger, bei publikative mit dem im Goldwaage-Text analysierten Zitat sowie bei Anatol Stefanowitsch).

Was mich noch mehr als die nach einer langen Durststrecke endlich mal wieder greifbaren Zugriffszahlen gefreut hat, ist die Tatsache, dass die Texte dann in der Tat auch (für meine Blog-Verhältnisse) rege diskutiert wurden, und dass damit vielleicht auch ein Beitrag zum Niveau des Diskurses insgesamt geliefert wurde. Und das, also die direkte Debatte, ist ja – neben der individuellen Soap-Box – dann doch eine ziemlich wichtige Funktion eines Blogs, finde ich.

Warum blogge ich das? Vor allem aus Neugierde darüber, wie es anderswo ausschaut. Und um davon abzulenken, dass das alles auch daran gelegen haben könnte, dass ich mir im Februar dank Faschingsferien endlich mal wieder Zeit nehmen konnte, die Ereignisse des Monats im Blog zu begleiten.

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In eigener Sache: Leistungsbilanz 2011

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Winter canopy

Jahresrückblickzeit. Ich blicke zurück und stelle fest, dass ich 2011 in meinem eigenen Blog 156 Beiträge (davon 50 »Fotos der Woche« und 18 Kapitel der erst 2012 fortgesetzten SF-Geschichte »Brandung«) gepostet habe, dazu kommt dann noch vierzig mal Grünzeug am Mittwoch im Blog der baden-württembergischen Grünen.

Und auf der LeserInnen-Seite? Im Jahr 2011 wurden bisher knapp 40.000 Artikelabrufe (laut Sitestats) registriert, wobei die Zugriffe seit etwa der Jahresmitte deutlich nachgelassen haben (hat was damit zu tun, dass im Blog weniger passiert, weil ich andere Aufgaben habe, und weil der Frühjahrswahlkampf vorbei ist – aber vielleicht auch mit dem Medienwechsel im Web 2.0). Apropos Frühjahrswahlkampf: Im März, dem Landtagswahlmonat (und dem Fukushima-Monat), gab es fast 9.000 Abrufen – deutlich mehr als in allen anderen Monaten im Jahr 2011. Insgesamt allerdings sieht die Jahresbilanz hinsichtlich der Abrufe gar nicht so unähnlich aus wie im Jahr 2010, auch wenn mein Gefühl ein anderes ist.

Die meisten Flattr-Klicks in meinem Blog im Jahr 2011 (nämlich großartige fünf) bekam ein Text über Guttenberg. Der mit 111 Kommentaren meistkommentierte Artikel war einer, in dem ich mich mit dem Landtagswahlsystem und den Piraten auseiandergesetzt habe – wie es generell eine erfolgreiche Strategie zur Traffic-Generierung ist, sich mit der Piratenpartei anzulegen kritisch auseinanderzusetzen. Das zeigt sich daran, dass neben dem meistkommentierten (und meistgelesenen) Artikel auch der auf Platz zwei (Piraten! Drei Sätze anlässlich des Wahlausgangs in Bremen) dieses Thema hat. Der auf Platz drei ist dann ein Blick in die Kristallkugel vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg.

Und meine eigenen Lieblingsartikel? Ich habe mal für jeden Monat einen rausgesucht:

Puh! Das also war mein Jahr 2011 in Blogposts. Und ihr so?

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