Geotagging/Geoblogging

Nettes neues Spielzeug:

geobloggers – zeigt einem Fotos aus Flickr und anderes, sofern diese mit Längen- und Breitenangaben versehen sind. Noch ist’s um Freiburg herum recht leer (und irgendwer hat Schweizer Berge nach Kehl verlegt), aber insgesamt was ziemlich spannendes.

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Grüne Promis im Blog

Allmählich füllt sich blog.gruene.de, das Blog zur Bundestagswahl, in dem die Mitglieder des »Spitzenteams« von Bündnis 90/Die Grünen sich zu Wort melden und von ihren Wahlkampfauftritten berichten. Zu lesen gibt es da beispielsweise was über das stürmische Wetter im Emsland oder die Franckeschen Stiftungen in Halle. Die Diskussionsforen werden auch genutzt – ziemlich vieles, was dort zu lesen ist, ähnelt allerdings den Kommentaren der Sorte Mensch, die mit Vorliebe an grüne Infostände kommt, um ihren allgemeinen und generellen Ärger loszuwerden und alle Grüne für verrückt zu erklären. Die gibt es – in real life wie im Netz – leider weiterhin (ähnliches passiert einem durchaus auch z.B. auf den Diskussionsseiten zum Eintrag Bündnis 90/Die Grünen in der Wikipedia).

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Photo of the week: Waldspaziergang XXI – I like the colors and the composition

Waldspaziergang XXI

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Photo of the week: Banana Leave

Banana leave

(again)

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Wikimania

Noch bis Sonntag geht die erste internationale Wikipedia/Mediawiki-Konferenz Wikimania in Frankfurt am Main. Ich konnte leider nur heute hinfahren, war aber doch beeindruckt: die Frankfurter Jugendherberge war ziemlich voll (450 TeilnehmerInnen), und ein paar Leute kannte ich sogar aus der Mitarbeit an der Wikipedia (ein paar andere kannte ich noch nicht, habe mich aber interessant unterhalten; u.a. schreiben mindestens drei Leute sozialwissenschaftliche Diplomarbeiten über Wikipedia). Typisch für eine Geek-Konferenz: die Geschlechter waren doch eher ungleich verteilt (meine Schätzung: maximal 10 % Frauen).

Besucht habe ich Vorträge zu Wikipedia und Semantic Web, zu sozialen Dynamiken innerhalb der Wikipedia (dabei ging es vor allem um den Neutral Point of View (NPOV) und dessen Folgen und zum politischen Einfluss der Wikipedia. Besonders interessant fand ich neben dem NPOV-Workshop das Keynote-Statement von Jimmy Wales, dem Wikipedia-Gründer, und ein Poster aus der Poster-Session zum Thema »Mapping«.

Jimmy Wales nutzte seine Keynote dazu, zehn Herausforderungen zu skizzieren, die bisher nicht erfolgreich gelöst sind, für eine bessere Zukunft der Menschheit oder dergleichen aber unbedingt zu lösen wären. Seine Liste war:

1. Befreit die Enzyklopädien!
2. Befreit die Wörterbücher!
3. Befreit die Curricula! (Lehrbücher vom Kindergarten bis zur Universität)
4. Befreit die Musik! (vor allem klassische Musik, die zwar »Public Domain« ist, aber nur in arrangierten und damit unter Copyright fallenden Notensätzen und in proprietären Einspielungen vorhanden ist)
5. Befreit Kunstwerke (d.h., macht Fotos von den Dingen, die in Museen hängen, frei verfügbar)
6. Befreit die Dateiformate – statt proprietäre Formate zu verwenden, die immer auch bedeuten, dass eine Firma letztlich die Kontrolle über die in diesen Formaten gespeicherten Daten behält
7. Befreit geographische Daten und Landkarten!
8. Befreit Produktcodes (eine Art ISBN für alle Produktarten, die gegen geringe Kosten für jedeN und seine/ihre Produkte verfügbar sein soll und Produkte möglichst automatisch in elektronischen Warenhäusern wie z.B. amazon auftauchen lässt …)
9. Freie Übersichten über das Fernsehprogramm statt Kabelmonopole!
10. Befreit Communities! (webbasierte Communities sollten darauf drängen, Foreneinträge und von ihnen erarbeitete Daten unter freie Lizenzen zu stellen und damit mitnehmen zu können).

Anders als der Spiegel es schreibt, sind diese zehn Punkte keine Prognosen, sondern Ziele (in der Diskussion wurden sie noch um zwei, drei weitere ergänzt – z.B. Open Access in der Wissenschaft, oder sicherzustellen, dass mit Steuergeldern erstellte Produkte unter freie Lizenzen kommen). Insbesondere hinter den Punkten 3, 6 und 8 verbinden sich aus meiner Sicht ziemlich ambitionierte Vorhaben, die das Bildungs- und Wissenschaftssystem, die Computerwelt und alles, was davon abhängt, und globale Handelsstrukturen ziemlich umwirbeln können.

Siehe dazu auch: http://ross.typepad.com/blog/2005/08/jimbos_problems_1.html

Das Poster zum Thema »Mapping« ist unter Places & Spaces anzuschauen bzw. dort ist das dem Poster zugrunde liegende Forschungsprojekt erläutert – Katy Börner und Deborah MacPherson haben ganz unterschiedliche Wege zusammengestellt, wie Wissen über tatsächliche, aber auch über ganz abstrakte Gegebenheiten in Karten umgewandelt wurde – vom U-Bahn-Plan, der die Gedankenstränge in einer Dissertation visualisiert, bis hin zu diversen »Maps of all sciences«, die ausgehend von Veröffentlichungen und Zitierungen disziplinäre Strukturen und dergleichen darstellen. Anregend.


> Bericht im Heise-Newsticker
> Bericht in Spiegel online dazu
> Ein weiterer Bericht in Spiegel online
> Photos von der Wikimania 2005 bei flickr
> Medienecho zur Wikimania: Überblick bei Netzpolitik.org

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