Archiv der Kategorie: Nachhaltiges Leben

Photo of the week: Window-front tomatoes

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Window-front tomatoes

 
Während die Zucchinis nicht so richtig wollen, sind in diesen Tagen die ersten Tomaten (vor dem Südfenster) rot geworden. Ganz so viele wie in einigen Jahren vorher werden es bei dieser Ernte aber nicht werden. Trotzdem: besser eigene Tomaten als keine eigenen Tomaten!

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Fairphones Ende

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Das mit dem nachhaltigen Mobiltelefon ist gar nicht so einfach. 2014 habe ich mir das Fairphone 1U gekauft, und nutze es immer noch. Ich mag das Design und das Image (und kenne gerade in grünen Kreisen viele, denen es ähnlich geht).

Das Fairphone ist ein Android-Smartphone, herausnehmbarer Akku, tendenziell auch der Anspruch, reparierbar zu sein, und so eine längere Nutzungsdauer zu ermöglichen. Bei der Herstellung wurde versucht, sozial-ökologische Kriterien zu berücksichtigen, etwa beim Bezug von Rohmaterialien.

Inzwischen gibt es das Fairphone 2, das grundlegend neu designt wurde und eine gewisse Berühmtheit erlangt hat als das erste modular gestaltete Smartphone, das in größerer Stückzahl gefertigt wurde.

Ich habe mich an die Macken des handlichen kleinen Fairphone 1U gewöhnt. Das GPS ist miserabel, die Kamera nicht besonders gut, manchmal geht die Datenverbindung verloren. Es kann kein LTE, und auch der Speicher läuft schnell voll. Irgendwann blähte sich der Akku auf und musste ersetzt werden. Um die USB-Schnittstelle zu schonen, habe ich einen Magnetadapter gekauft.

Leider sind die Tage meines Handys gezählt. Inzwischen hat Fairphone auch offiziell mitgeteilt, dass Ersatzteile nicht mehr lieferbar sind, wohl auch keine neuen Akkus. Und auch das Betriebssystem, Stand Android 4.irgendwas, wird kein Update mehr erhalten.

Noch funktioniert mein Fairphone – so halbwegs. Teilweise nur mit älteren Versionen von Apps, teilweise mit Workarounds. Ich nutze es weiterhin gerne. Aber irgendwann in naher Zukunft wird es vielleicht einen neuen Akku brauchen. Oder endgültig von Facebook und Twitter überfordert sein.

Schade – die Idee, ein länger zu nutzendes Smartphone zu produzieren, war und ist gut. Aber das Experiment Fairphone zeigt auch die Grenzen dieser Idee.

Warum blogge ich das? Aus antizipierter Melancholie heraus.

Update: Inzwischen gibt es ein Statement von Fairphone, in dem insbesondere auf die in der Supply-Chain nicht mehr gegebene Verfügbarkeit von Ersatzteilen hingewiesen wird. Das finde ich durchaus spannend, weil es noch einmal die globalen Abhängigkeiten zeigt. Und dann wollte ich noch weitergeben, dass mich mehrere Leute auf das große Sicherheitsproblem hingewiesen haben, das darin besteht, dass Fairphone keine Updates über Android 4.x hinaus angeboten hat. Bildhadft gesagt: ein Öko-PC, der aber heute noch nur mit Windows XP zu betreiben ist.

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Kurz: Schwarztee löst das Becherproblem

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Ich hatte ein Becherproblem. Genauer gesagt hatte ich mir angewöhnt, morgens einen Milchkaffee am Bahnhof zu kaufen, für das Frühstück im Zug. Macht Müll, bekanntermaßen. Statt dessen Kaffee im Zug kaufen? Schmeckt meist widerlich, kostet viel, manchmal ist das Bistro außer Betrieb, und in »meinem« Zug sind schnell alle Plätze belegt, was dann wieder zu Pappe statt Porzellan führt.

Eigenen Becher mitbringen? Im Prinzip ja, ich hätte sogar einen, aber so richtig anfreunden konnte ich mich damit bisher nicht. Die Hürde ist eher psychologisch (und, wie bei solchen Dingen oft, eher irrational): ich müsste fragen, ob ich den Becher verwenden darf, und sicher gibt es irgendwelche Probleme mit Transport und Reinigung.

Was habe ich also stattdessen gemacht? Tee statt Kaffee, in der Thermoskanne von zu Hause mitgebracht, hat a. den Vorteil eines etablierten und eingespielten Transportbehältnisses und kann b. morgens in wenigen Minuten zubereitet werden – Kaffeekochen ist deutlich zeitaufwändiger, und die fehlt mir morgens. Ergebnis: Ich könnte mich dran gewöhnen – vielleicht ist das, vorerst jedenfalls mal, meine Lösung für das To-go-Becherproblem.

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Kurz: Brief an die VAG – Antwort

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Vor einigen Tagen hatte ich den lokalen Verkehrsbetrieben (VAG Freiburg) geschrieben, weil ich aufgrund einer verspäteten Straßenbahn meinen Zug verpasst habe. Inzwischen habe ich ein Antwortschreiben erhalten, in dem darauf hingewiesen wird, das alle einsetzbaren Busse und Straßenbahnen in der Rush Hour eingesetzt werden und schlicht keine Reserven bestehen. Und dass die neueren Straßenbahnen ein paar Sekunden brauchen, bis die Tür aufgeht, hat mit neuen Vorschriften zu tun …

> Antwortbrief der VAG (pdf)

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Brief an die VAG: Straßenbahn-Verspätung in der Rushhour

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich nutze das Angebot der VAG intensiv und gerne, und bin insgesamt sehr zufrieden damit. Heute morgen allerdings ärgerte ich mich, da ich aufgrund einer Straßenbahn-Verspätung den ICE und damit einen Termin in Stuttgart verpasst habe.

Kurz zur Sachlage: Ich bin heute um 7.28 Uhr mit der Linie 5 ab Maria-von-Rudloff-Platz gefahren, an der Haltestelle Am Lindenwäldle in die Linie 3 umgestiegen und hätte um 7.48 Uhr auf der Stadtbahnbrücke sein sollen. Wie zu dieser Uhrzeit üblich, waren beide Bahnen bis zum Bersten gefüllt, was zu entsprechenden Verzögerungen beim Ein- und Ausstieg an verschiedenen Haltestellen führte. Dazu kam noch eine defekte Tür – bei beiden Bahnen handelte es sich um das ganz alte Wagenmaterial – die weitere Verzögerungen nach sich zu zog, da die Fahrerin erst zur Tür laufen, dort etwas reparieren/schalten musste und dann wieder vorne einsteigen musste, bevor die Bahn losfahren konnte. Letztlich erreichte die Bahn die Stadtbahnbrücke um 7.54 Uhr, hatte allerdings zunächst keine Einfahrt. Der ICE fuhr pünktlich um 7.55 Uhr los – ich konnte ihm ebenso wie mindestens fünf weitere Fahrgäste der Bahn, die ebenfalls dort mitfahren wollten, nur noch hinterherwinken.

Da ich meine Kinder zur Schule bringen musste, war es mir nicht möglich, »sicherheitshalber« eine frühere Bahn zu nehmen. Zudem sollte der Fahrplan (wenn nicht Unfälle wie heute morgen auf der Linie 1 dazwischenkommen) verlässlich sein. Eine Umsteigszeit von planmäßig 6 Minuten am Hauptbahnhof erschien mir machbar.

Als Ursache für die Verzögerungen mache ich vor allem zwei Dinge aus: zum einen die Tatsache, dass im Zeitfenster zwischen 7.00 und 8.00 Uhr naturgemäß sehr viele Menschen zu Schulen und Arbeitsplätzen wollen, und dafür die Bahn nehmen – was ja auch gut ist – zum anderen das alte Wagenmaterial mit geringerem Platzangebot und störanfälligen Türen (nicht das erste Mal, dass eine im vollen Zug nicht richtig öffnende/schließende Tür für Probleme sorgte).

Deswegen habe ich zwei Fragen/Anregungen:

1. Wäre es nicht möglich, in der »Rushhour« die Takte noch stärker zu verdichten oder möglicherweise auch zusätzliche Entlastungsbusse einzusetzen? Gerade die 7.xx Uhr-Bahnen sind immer randvoll.

2. Ich habe den Eindruck, dass auf der Linie 3 und der Linie 5 verstärkt die ältestens Modelle eingesetzt werden, die weniger Platz bieten, keinen niedrigschwelligen Einstieg haben und – siehe oben – störanfällig sind. Stimmt dieser Eindruck, und wenn ja, ist geplant, hier etwas zu ändern?

Da ich schon am Schreiben bin, noch eine neugierige dritte Frage: Was ist der Hintergrund dafür, dass in den neusten Zügen die Türen erst mit Verspätung von einigen Sekunden öffnen? Das führt nämlich immer wieder zu Irritationen …

Ich stelle dieses Schreiben auch in meinen Blog (http://blog.till-westermayer.de) und würde mich freuen, mit Ihrer Antwort ebenso verfahren zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Till Westermayer

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