Archiv der Kategorie: Gestaltungsfragen

Photo of the week: Living room wall, hot/cold

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Living room wall, hot Living room wall, cold

 
Allmählich gehen mir die leeren Wandflächen aus. Also insbesondere, seit ich angefangen habe, mit Acrylfarben zu experimentieren. Was auch nicht ganz stimmt – Bilder meiner Kinder (das abstrakte links unten ist z.B. von R., die Raupe links oben hat Z. gemalt, als sie noch ziemlich klein war) und auch das eine oder andere von mir (sowie ein paar postkartengroße Werke meiner Schwester, z.B. der Druck auf dem rechten Bild (rechts)) hängen seit geraumer Zeit ebenso an meinen Wänden wie diverse großformatige Fotoabzüge. Jetzt kommen noch Leinwände hinzu – in den Pfingstferien sind sowohl das »Gartenbild« an der orangenen Wand (unter dem Kalender) als auch das »Meeresbild« an der weißen Wand entstanden. Zwei Annäherungen an das Thema Sommer.

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Kurz: Sonderbares Berlin

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imageBerlin ist ja so ein bisschen eine hassgeliebte Stadt von mir. Vielleicht ist sie auch zu groß, um sie ganz zu greifen. Facetten blitzern auf und verschwinden wieder: das politisch-mediale Berlin in seiner inzestuösen Abschottung, das Touri-Berlin in verschiedenen Altersklassen, das Szene-Berlin (früher autonom, jetzt Hipster, aber immer uniform und konform). Und dazwischen ab und an auch etwas sehr Rauhes (in den Geschmacksrichtungen Ost und West).

Ich bin immer mal wieder in Berlin, meist politisch, manchmal auch privat, wie dieses Wochenende (ein paar Fotos). Klar sind es immer nur Ausschnitte, die ich da zu sehen kriege. Aber zusammen ergeben sie dann doch ein Gesamtbild.

Heute habe ich mir die Ausstellung West:Berlin angeschaut. Durchaus lohneswert – und lehrreich, was die Geschichte der bis heute durchschimmernden Exzeptionalität angeht. Inselstatus als Festung des freien Westens im Osten, Inselstatus als Rückzugsort und selbstgewähltes Gefängnis/Lautsprecher einer linksalternativen Bewegung. Beides hat eigene Praxen, Mythen und Identitätsbruchstücke generiert, die – so meine ich – in verschobener und verzerrter Form bis heute fortwirken, und erklären, warum in Berlin (im Guten wie im Bösen) manche Dinge anders laufen. Dahinziehen wollte ich nicht – interessant ist es allemal.

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Kurz: Kaffeepause

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Creating latte macchiatoIch beobachte, dass sich mein Kaffeegenuss in Richtung zweier dezidierter Muster entwickelt hat. An meinen Zuhause-Tagen mache ich mir zum Frühstück einen Kaffee mit aufgeschäumter Milch. Nach dem Mittagessen trinke ich noch einen Espresso mit einem Schuss Milch – gerne in der Sonne, gerne mit einem Stück Schokolade.

An meinen Stuttgart-Tagen ist mein Kaffeekonsum dagegen deutlich ausgeprägter: Den ersten Milchkaffee gibt es auf der Zugfahrt nach Stuttgart. Dort – auch dank der großartigen Fraktionskaffeemaschine – trinke ich dann im Lauf des Tages noch zwei bis drei Becher Cappuccino. (Und klar: die Sitzungen mit Filterkaffee gibt es manchmal auch noch).

Tage ganz ohne Kaffee? Schwer vorstellbar, jedenfalls nicht ohne längere Umgewöhnungszeit. Und ihr so?

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Kurz: Gehirnprogrammierung

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xkcd versucht sich an einer Erläuterung des Phänomens, CC-BY-NC 2.5. Randall Munroe

Das Netz diskutiert, ob dieses Foto ein weiß-goldenes oder ein blau-schwarzes Kleid zeigt. Ist eigentlich eine ziemlich seltsame Frage. Was bei mir grade dazu führte, dass ich es massiv interessanter fand als noch Minuten zuvor, ist ein Link, den ich in einer Debatte der Wahrnehmungspsychologie hinter diesem Phänomen bei reddit gefunden habe.

Bisher war das für mich ein weiß-goldenes Kleid, und ich konnte auch nicht so richtig verstehen, warum das blau sein soll, trotz diverser Erläuterungen, auch xkcd (oben) half nicht wirklich weiter.

Dann habe ich auf diesen Link geklickt (Achtung!), der das ursprüngliche Foto in Bezug auf Belichtung etc. farblich korrigiert. Seitdem sieht das Orignalfoto! für mich ebenfalls blau-schwarz aus – und nicht mehr weiß-gold. So einfach ist es, Gehirne umzuprogrammieren – und das ist das eigentlich Interessante an dieser Debatte.

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Kurz: Southern Steampunk

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Southern Steampunk VDieser Fudder-Artikel machte mich dann doch neugierig. Steampunk – eine Subkultur, die sich an einer Mischung aus viktorianischen Umgangsformen und dem mad scientist, der mit allerlei Gerätschaften dampfbetriebene Roboter baut, orientiert, also sozusagen Cyberpunk, nur ein paar hundert Jahre in der Zeit zurück verlegt – war mir bisher vor allem in Form von Webcomics und dem einen oder anderen Buch begegnet. Dass es auch in Südbaden Menschen gibt, die Steampunk nicht konsumieren, sondern auch ausüben, war mir vage bekannt. Und weil ich zufällig Zeit hatte, schaute ich dann heute mal im Crash vorbei. Insofern dort jede Menge elegant gekleidete Damen und Herren zu finden waren, die allesamt optische Gerätschaften an und mit sich trugen bzw. zum Verkauf und Bestaunen ausstellten, wurde ich nicht enttäuscht. Die Szene scheint recht rührig zu sein, wurde mir berichtet. Ein junger Schweizer Autor, Martin Riesen, las aus seinem in Offenburg spielenden Steampunk-Roman Aussergewöhnliche Automatons, und ein Tee-Duell fand auch statt. Soweit alles ganz nett – aber irgendwie packte mich dann doch eher der soziologische Blick als dass der Steampunk-Virus überspringen wollte. Gut zu wissen, dass es das gibt, sicherlich ein besseres Hobby als beispielsweise Fußball, aber irgendwie war’s mir – nicht verspielt genug? Kann sein, dass das daran lag, dass ich (wenn auch halbwegs im Dresscode) einfach ins Crash reingeschneit bin, aber irgendwie hatte ich mir mehr Rollenspiel erwartet, mehr alternate reality. Mal sehen.

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