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Noch mehr Logos

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Wie es auch hätte aussehen können:

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Logoupdate

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Professionelle Auseinandersetzung mit dem Logo bei Fontblog. (Danke, Henning!)

Und ein paar weitere Kommentare:

- Julia Seeliger
- Tilmann Versch
- Henning entwirft selbst
- Designtagebuch

Und nicht zu vergessen: der Leitfaden für Orts- und Kreisverbände (gezipptes PDF).

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Logokritik

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Bündnis 90/Die Grünen haben ab sofort ein neues Logo (warum auch immer). Erster Baucheindruck: verbesserungsbedürftig, nicht wirklich überzeugend.

So sieht’s aus:

Mein Eindruck: Ziemlich eckig und statisch für eine organische und dynamische Partei. Die Kästchenaufteilung heißt auch, dass sich die Sonnenblume einfach abknipsen lässt ((wobei das laut Designlayoutfaden strengstens verboten ist)). Die Schrift sieht aus, als wären die »e«s angeknabbert. Der Farbverlauf im linken Kasten von gelb zu grün sieht nach »PraktikantIn hat mit Effekten rumgespielt aus«.

Aus meiner Sicht war das größte Problem mit dem alten Logo die Unhandlichkeit – im Vergleich zu »SPD«, »CDU« oder »FDP« nahm es einfach immer viel Raum ein, was z.B. bei Fernsehgrafiken oder Wahlumfragenbebilderungen ein Problem dargestellt hat. Ansonsten war das alte Logo klar, einprägsam und eingeführt und hat durch die typischen Farben viel zur Wiedererkennbarkeit und zum Transport der Kernbotschaft »Umweltkompetenz« beigetragen.

Das größte Problem mit dem neuen Logo: es ändert am größten Problem mit dem alten Logo nichts. Immer noch handelt es sich um eine ausufernde Logolandschaft, nicht um ein kurzes, eindeutiges Symbol. Vor der Fusion Grüne – Bündnis 90 hat die Sonnenblume alleine gereicht. Ein gutes Logo würde diesen Grad von Einprägsamkeit erreichen. Also: das neue ist nicht knapper, reduzierter, einfacher, sondern einfach nur anders kompliziert, und sieht noch dazu nicht schön aus. Und was ich mir noch überhaupt nicht vorstellen kann: wie soll das ganze in Anwendungen aussehen, bei denen nur rein einfarbig gedruckt werden kann, ohne Graustufen oder Farbabstufungen – z.B. auf Luftballons? Kasten Kasten Strich?

Nebeneffekte: sämtliches altes Wahlkampfmaterial kann (a) weggeworfen werden oder (b) trotz andersweitiger Bitten wiederverwendet werden, und führt dann zu neuer Unübersichtlichkeit.

Offiziell wird das neue Logo übrigens wie folgt begründet:

Es drückt symbolhaft die Weiterentwicklung der Grünen Partei auch in der Frage des Erscheinungsbildes aus. Dabei wurden die traditionellen und jüngeren Elemente von Bündnis 90/Die Grünen noch besser miteinander vereint und modernisiert.

Die wichtigsten Charkateristika des neuen Logos:

* Aufgeräumt: Das Logo besteht aus drei klar gegliederten Bereichen: Sonnenblume, Parteiname und Fundament, die immer gemeinsam abgebildet werden. Durch die Zwischenräume wird das Logo immer eingebettet in seinen Hintergrund und damit Teil dessen.
* Die Sonnenblume: Sie steht europaweit für die Grüne Bewegung, ist unverwechselbar, organisch und klar.
* Das blaue Fundament: Es bildet die grafische Basis des Logos und stützt das Gesamtwerk. Dabei greift es die Farbe blau auf, als grafisches Fundament, das für den Zusammenschluss zwischen »Bündnis 90″ und den »GRÜNEN« steht.
* Die Schrift: Die klare und sachliche Schrift vermittelt Direkt- und Offenheit. Durch die nachträgliche Bearbeitung ist sie einzigartig und unverwechselbar.

Meine vier Spiegelstriche wären dagegen: langweilig – Sonnenblume nur noch Hintergrund – das blaue Fundament steht schief (Balken nur rechts) – 80er-Jahre-Computerprogramme wurden mit ganz ähnlichen modernen und innovativen Schriften beworben. Schade – wird Zeit, die Werbeagentur zu wechseln!

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Wahlparadoxien

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Heute habe ich mich an zwei Wahlen beteiligt, zweimal ist nicht das rausgekommen, was ich gewählt habe, trotzdem finde ich die Ergebnisse in Ordnung.

Die erste Wahl war auf dem Landesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen, der heute und gestern in Bad Krozingen getagt hat. Dort wurde Daniel Mouratidis zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Wie gesagt – gewählt habe ich ihn nicht, aber ich traue ihm zu, sowohl integrativ und bodenständig zu wirken als auch eigene Persönlichkeit zu entfalten, und damit ist Daniel sicherlich eine gute Wahl für die Landesspitze der Partei (der Rest des Parteitags war bis auf ein paar Albernheiten gestern abend eher langweilig – wie immer, wenn Grüne versuchen, kontrovers über Umweltthemen zu reden). Gefreut hat mich, dass ein aus meiner Sicht gutes Verfahren zum Thema Grundeinkommen beschlossen wurde – ungefähr ein Jahr lang soll ein aktiver Meinungsbildungsprozess in der Partei dazu erfolgen, am Ende soll eine gut durchdachte grüne Position zu Grundeinkommen/Grundsicherung/etc. stehen.

Die zweite Wahl, die anders gelaufen ist, als ich abgestimmt habe, war der Freiburger Bürgerentscheid zum Verkauf der Stadtbau. Bis zum Schluss war ich mir unsicher, wie ich abstimmen soll, habe dann aber doch brav mein Kreuz bei »nein« gemacht. Die überwältigende Mehrheit der Freiburger BürgerInnen sah das anders, etwa 70 Prozent haben für »ja« gestimmt, also gegen den Verkauf der Stadtbau und der städtischen Wohnungen. Damit ist die Privatisierungslösung zum Kassefüllen erst einmal aus dem Spiel – ich bin gespannt, ob jetzt tatsächlich die angedrohten düstern Zeiten auf Freiburg zukommen, oder ob die Stadtratsfraktionen jenseits der Bürgerentscheidsblöcke einen Freiburger Weg aus der Haushaltsmisere finden werden. Hoffnungen habe ich da einige; der äußere Zwang mag das seine zum Zustandekommen derartiger Lösungen beitragen.

> Infos zum Bürgerentscheid und Ergebnis
> Überblick über die Ergebnisse in den Stadtteilen (zeigt schön, wo reich und arm wohnen …)

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Nochmal: Grüne und Grundeinkommen

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Parteitage sind ja so eine zwiespältige Sache: zum einen dienen sie der innerparteilichen Meinungsbildung, zum anderen sind sie – selbst bei Bündnis 90/Die Grünen – auf Öffentlichkeitswirksamkeit und eine bestimmte Inszenierung hin ausgerichtet. Diese Zwiespältigkeit findet sich auch in den Beteiligungsmöglichkeiten, die »Basismitglieder« haben, wieder: so ist es zum einen möglich, beliebige Anträge einzubringen (im Falle der Grünen Baden-Württemberg: als Ortsverband, Kreisverband oder Gruppe von mindestens zehn Personen); eine Garantie, dass und wo diese Anträge behandelt werden, gibt es dagegen, wenn die Themensetzung von der Inszenierung abweicht, nicht. Oft genug landen sie unter »Sonstiges« und werden in irgendwelche Parteigremien vertagt.

Ab und zu passiert es trotzdem, dass Leute Anträge stellen, die nicht direkt zum Hauptthema des Parteitags passen. Ich denke, dass es Zeit wird, dass Bündnis 90/Die Grünen sich ernsthaft auf eine Debatte zum Grundeinkommen einlassen. Auf Bundesebene geschieht dies insofern, als der nächste Bundesparteitag im Dezember unter anderem vorsieht, eine solche Debatte zu eröffnen. Für den baden-württembergischen Landesparteitag am 11./12. November war dies bisher nicht vorgesehen. Zwar gibt es einen Tagesordnungspunkt (»TOP«) »Grüner Blick nach vorne«, der besteht aber eigentlich nur aus Reden wichtiger Leute und einer Aussprache, nicht aus Beschlussfassungen.

Ich habe jetzt – erst einmal für diesen TOP, ob das klappt, oder ob der Antrag nachher doch unter »Verschiedenes« landet, werden wir sehen – mit anderen zusammen einen Antrag eingebracht, der sich für ein existenzsicherenden Grundeinkommen als Bestandteil grüner Programmatik stark macht. Mal schauen, was damit geschieht. Eine Reaktion (auf meinen Antrag und auf Diskussionsbeiträge diverser anderer Leute) gab es jedenfalls schon: der Landesvorstand hat einen Antrag eingebracht, der grob gesagt darauf hinausläuft, sich auf diesem Parteitag zwar nicht inhaltlich mit dem Thema zu befassen, aber zumindest einen parteiinternen Diskussionsprozess zu starten. Auch das wäre ja schon mal was.

> Antrag für ein existenzsicherndes Grundeinkommen
> Unterlagen der LDK

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