Archiv der Kategorie: Kinder

Photo of the week: Rosenmontagsumzug 48

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Rosenmontagsumzug 48

 
Eigentlich ist Fasnet (so heißt das hier …) ja nun nicht wirklich meins. Verkleiden – ok, das kann ganz lustig sein. Aber das ganze »Sau rauslassen«-Theater müsste von mir aus wirklich nicht sein.

Trotzdem musste ich dieses Jahr nicht nur mit zum Kinderfasching. Ein als Pirat verkleidetes Kind drängelte auch so lange, unbedingt (vor allem wegen der dort zu fangenden Süßigkeiten etc.) den Rosenmontagsumzug (aka »Fasnetmendigsumzug«) sehen zu wollen, bis wir dann – immerhin bei schönstem Wetter und mit dem Rad – uns dorthin aufmachten. Was zumindest zu ein paar ganz hübsch gewordenen Narren-Fotos geführt hat. Auch wenn das Kind mit der Süßigkeitenausbeute nur bedingt zufrieden war (»Das war voll unfair – der kleinen Prinzessin neben mir haben die ständig welche gegeben!«). Politisch war der Zug – wie meist in Freiburg – übrigens eher nicht, hier geht’s vor allem darum, dass die mehr oder weniger traditionsreichen Zünfte und Kapellen aus den Freiburger Stadtteilen und dem Rest Badens und der Schweiz sich präsentieren. Zwei Wagen aus St. Georgen hatten handgeschriebene Plakate (u.a. ging’s um die Ackerflächen im Dietenbachgelände, die bald bebaut werden sollen), und dann gab’s noch ein großes professionelles Banner »Fasnet 2017″, auf dem erläutert wurde, was dieses Jahr alles verboten ist – aber trotzdem gemacht wurde.

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Kurz: Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt

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An die Fernsehserie der 1970er Jahre nach dem Buch von Boy Lornsen erinnere ich mich eher dunkel, obwohl sie mir in der einen oder anderen Inkarnation (Puppenkiste!) in meiner Jugend durchaus begegnet ist. Die deutlich modernisierte und zugespitzte Fassung läuft aktuell im Kino (Regie: Wolfgang Gross, Trailer), und heute habe ich sie mir mit R. (7) angeschaut. Der war anfangs skeptisch, nach dem Film – den Kinosaal hatten wir für uns alleine – dann aber ziemlich begeistert.

In der aktuellen Fassung der Geschichte findet Tobias »Tobbi« Findeisen – nerdiger und erfindungsreicher Außenseiter in seiner Schule, Mutter: Motorrad-Schrauberin, Vater: lesender und kochender Hausmann a la Berlinaise, wohnt in einer norddeutschen Kleinstadt – das aus dem All abgestürzte Roboterkind Robbi. Aber er ist nicht der einzige: auch der aus einem Hochhaus am Elbufer nach Weltmacht strebende fiese Google-Apple-Verschnitt »Plum Pudding Inc.« (in den 1970ern war’s noch ein fieser Graf) will dem Roboter ans Herz. Der dagegen strebt in die Arktis, um seine Eltern zu retten – und um dorthin zu kommen, baut er mit Tobbi und einer Rockerbande das namensgebende Flieg-Wasser-Auto Fliewatüüt. P.P. Inc. schickt zwei archetypische Geheimagent*innen, Bond lässt grüßen, auf Verfolgungsjagd, ein gestreifter Leuchtturm samt schrägem Leuchtturmwärter und ein in der Arktis lebendes, weltgewandtes Mädchen kommen auch noch vor.

Gut gefallen hat mir, dass der Film auf mehreren Ebenen funktioniert: Es gibt Klamauk (etwa wenn der P.P.-Konzernchef auf eine pinkelnde Kuh trifft, oder der Roboter auf eine Ampel), es gibt kindgerechte Action und Spannung, es gibt ein bisschen Geschichte über Außenseitertum, Freundschaft und die Macht der Emotionen, und für mitzuschauende Eltern gibt’s neben Kindheitserinnerungen auch den einen oder anderen etwas hintersinnigeren Scherz, Filmzitate und dergleichen mehr. Fazit: ein durchaus empfehlenswerter gegenwärtiger Weihnachtsfilm für Grundschulkinder mit Tüftelphantasie.

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Gefrorene Zeit

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Patterns of frost I

Z., die bald elf Jahre alt wird, meinte vor kurzem zu mir, dass sie es bedaure, sich an viele Ereignisse aus ihrer frühen Kindheit nicht erinnern zu können. Ich kann das gut nachvollziehen, denn mir geht es so ähnlich. Was ich nahezu auswendig kenne, ist dagegen die Sequenz der Fotos in meinem – von meiner Mutter angelegten – Fotoalbum (zwei Bände). In meinem Fall ist es ein großformatiges Buch, mit Seiten aus Karton, getrennt durch Transparenzpapier. Die Fotos – Papierabzüge analoger Fotografie –, vor allem die aus den ersten Lebensjahren, haben die typische orangestichige Färbung angenommen, die alle aus meiner Generation kennen dürften, und die heute »1970er« signalisiert.

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Photo of the week: Ferris wheel

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Ferris wheel

 
Wir haben an diesem Wochenende Plätzchen gebacken (blau glasiert). Dann den Adventskranz angezündet. Zwischendurch unsere schon seit geraumer Zeit laufende Auseinandersetzung in Civilization IV (meine Tochter: Alexander der Große, mein Sohn: Montezuma) vorangetrieben. Und auf Drängen der Tochter am heutigen Nachmittag auch den Freiburger Weihnachtsmarkt besucht. Inklusive Gedränge, noch mehr Gedränge, Zuckerwatte und zum Abschluss einer Fahrt mit dem Riesenrad. Jetzt müsste es dann demnächst mal anfangen zu schneien.

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Kurz: Adulting

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Ich bin 41 Jahre alt, habe – zumindest die Hälfte jeder Woche – zwei Kinder, seit längerem einen Uniabschluss und seit einiger Zeit auch eine feste Stelle. Ich lebe in einer eher kleinen Mietswohnung, habe weder Führerschein noch Auto, und finde trotz dem frühen Aufstehen, das sich durch das Pendeln zur Arbeit bzw. das In-die-Schule-Schicken der Kinder ergibt, ab und zu doch, dass sich mein Leben gar nicht so sehr verändert hat seit der Zeit, als ich studiert habe. Im englischsprachigen Raum (bzw. in dem Ausschnitt, der bei mir via Twitter davon ankommt …) findet hinter dem Begriff »adulting« (in etwa: »erwachsene Dinge tun«) immer mal wieder eine Debatte darüber statt, was Erwachsensein im 21. Jahrhundert eigentlich ausmacht. Ich lese zum Beispiel immer noch viel Science Fiction und Fantasy – machen Erwachsene sowas? Lego für Erwachsene, Popmusik, viel Zeit zum Vergnügen vor dem Bildschirm, ob das jetzt – bei mir eher nicht so – der Serienkonsum via Netflix, Computerspiele oder – das doch viel – soziale Medien sind, eine nur vage Annäherung an erwachsene Kleidungstandards. Lesenswert ist hier z.B. der Beitrag und die darunter stehende Debatte im Blog des SF-Autors Charles Stross unter dem Titel »Forever young?«. Haben sich die Konventionen geändert und passen schlicht nicht mehr zu den in der Kindheit gelernten Erwartungen? Oder hat unsere Gesellschaft (jedesmal, wenn ich aus Berlin komme, denke ich, da vielleicht noch mehr als anderswo) das Erwachsensein verlernt?

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