Archiv des Autors: Till

Tote Klassiker und Papierpersonen

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Während des Studiums waren sie eher durch ihre Werke präsent und standen in einer Reihe mit den Eminenzen des letzten Jahrhunderts. Und erst nach und nach wurde einem bewusst, dass viele der »Klassiker« durchaus noch am Leben waren – schmerzhaft dann, wenn erst die mediale Todesnachricht darüber aufklärte, dass es noch eine Chance gegeben hätte, sie »live« zu erleben, die es jetzt nicht mehr gab: Luhmann und Bourdieu etwa, oder in neuster Zeit Baudrillard oder, gerade gelesen, Watzlawick. Und bei anderen – etwa bei Popitz, bei dem ich noch ein Seminar zum Thema Utopien besuchte, als er längst emeritiert war – wurde mir erst nach einiger Zeit klar, dass es sich eben durchaus ebenfalls um einen Klassiker gehandelt hatte, dessen Texte heute noch ihre Bedeutung haben. Irgendwie schon eine seltsame Wissenschaft, bei der die tatsächlichen Personen so hinter den papierenern Thesen und Argumenten verschwinden.

Warum blogge ich das? Weil das die Gedanken waren, die mir beim Lesen der Meldung zum Tode Watzlawicks kamen.

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Photo of the week: Berlin night street in rain

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Berlin night street in rain

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Neuer Drucker

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Seit geraumer Zeit tat mein wohlgedienter Brother-HL-1270N-Laserdrucker nicht mehr das, was er sollte. Weder neuer Toner noch eine neue Belichtungseinheit (noch ein gründliches Reinigen aller Teile) änderten was daran, dass die Ausdrucke immer grauer wurden. Der Zustand wurde unhaltbar: eine ungefähr A4 große Fläche in der Mitte des Blattes war noch lesbar, der Rest definitiv nicht.

Das ökologisch sinnvollste wäre jetzt sicherlich gewesen, zu versuchen, den Brother-Drucker reparieren zu lassen. Aus dem Gefühl doch eher geringer Erfolgschancen für eine Reparatur heraus – und weil ich nicht noch mehr Geld in die vage Chance stecken wollte, dass der Drucker dann doch wieder funktioniert – habe ich mich allerdings für die Variante 2 entschieden: Kauf eines neues Druckers. Insbesondere die Kyocera-Drucker werden als besonders umweltfreundlich angepriesen (Blauer Engel, eine angeblich sehr lange Haltbarkeit von Belichtungseinheit und Toner …). Relativ spontan habe ich also gestern einen Kyocera FS-1030D Ecosys bestellt. Heute ist der angekommen; der Memo-Versand hat sogar das Paket, in dem der Drucker kam, klimafreundlich verschickt. Steht jedenfalls drauf.

Die Installation lief problemlos, auch wenn die lange Auto-Tonernachfüllphase (15 Minuten) ganz am Anfang der Installation etwas gewöhnungsbedürftig war. Ansonsten bestand die Softwareinstallation nur aus USB-Kabel einstecken und Einlegen der Treiber-CD. Der Drucker ist deutlich schneller als der Brother, aber auch ein bißchen lauter. Es gibt eine ganze Reihe Einstellungen, ein bißchen habe ich schon damit rumgespielt und Profile für den eleganten Ausdruck von Grafiken ebenso wie für den papiersparenden Entwurfsausdruck festgelegt. Ein großer Vorteil gegenüber dem alten Drucker ist die Tatsache, dass der Kyocera Duplex drucken kann. Neben dem Druckgeräusch (nicht für geistige Arbeiten zugelassen) empfinde ich vor allem die Tatsache als Nachteil, dass der Kyocera nicht standardmäßig über Ethernet drucken kann (den Aufpreis für eine Netzwerkkarte wollte ich dann doch nicht zahlen), was beim Brother der Fall war. Aber vielleicht ist das für ein Zweieinhalb-Rechner-Netzwerk auch eine etwas übertriebene Erwartung ;-).

Warum blogge ich das? Weil ich endlich, endlich wieder zuhause Dinge schwarz auf weiß drucken kann und nicht mehr irgendwo anders ausdrucken muss, wenn ich mehr als nur einen vagen Grauschimmer als Ergebnis haben will.

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Klimawandelvideos (und Javascript)

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Ich hatte noch keine Gelegenheit, mir die Finalisten anzuschauen, bin aber sicher, dass sich unter den von der Site Treehugger gesammelten Clips zum Klimawandel die eine oder andere Perle findet. Auch ein Weg der politischen Überzeugungsarbeit.

Via Seed’s Daily Zeitgeist

Warum blogge ich das? Zum einen als Merkposten für mich selbst (normalerweise verwende ich del.icio.us dafür), zum anderen, weil’s mir verbreitungswürdig erscheint.

P.S.: Außerdem ist das hier der Beitrag, um das Kommentarbegrenzungsjavascript auszuprobieren ;-)

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BAG-Sprecher-Wahl

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Im Anschluss an den Forschungskongress fand am Samstag und Sonntag eine Sitzung der grünen Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaft, Hochschule, Technologiepolitik (BAG WHT) statt. Inhaltlich ging’s um den Rückblick auf den Kongress, um grüne Anforderungen an die jetzt ja sehr stark föderal organisierten Hochschulgesetze und um die familienfreundliche Hochschule.

Alles spannende Themen – für mich persönlich war dann aber ein kleiner Tagesordnungspunkt am Sonntagmorgen noch spannender: da ging es nämlich um die Wahl der BAG-SprecherInnen: das neue Team besteht aus Anja Schillhaneck aus dem Berliner Abgeordnetenhaus und mir. Wie üblich bei Grüns ist das eine ehrenamtliche Position; die Aufgabe der SprecherInnen besteht darin, die Arbeit der BAG zu koordinieren, und die BAG zu vertreten. Auf der Sitzung haben wir einen ziemlich umfangreichen Themenkatalog zusammengestellt, mit dem die BAG sich in Zukunft beschäftigen will. Mal schauen, wie das alles wird – ich freue mich jedenfalls auf diese neue Aufgabe.

Warum blogge ich das? (A) Zur allgemeinen Information, (B) weil ich es doch wert fand, das hier zu erwähnen.

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