Archiv des Autors: Till

BAG-Sprecher-Wahl

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Im Anschluss an den Forschungskongress fand am Samstag und Sonntag eine Sitzung der grünen Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaft, Hochschule, Technologiepolitik (BAG WHT) statt. Inhaltlich ging’s um den Rückblick auf den Kongress, um grüne Anforderungen an die jetzt ja sehr stark föderal organisierten Hochschulgesetze und um die familienfreundliche Hochschule.

Alles spannende Themen – für mich persönlich war dann aber ein kleiner Tagesordnungspunkt am Sonntagmorgen noch spannender: da ging es nämlich um die Wahl der BAG-SprecherInnen: das neue Team besteht aus Anja Schillhaneck aus dem Berliner Abgeordnetenhaus und mir. Wie üblich bei Grüns ist das eine ehrenamtliche Position; die Aufgabe der SprecherInnen besteht darin, die Arbeit der BAG zu koordinieren, und die BAG zu vertreten. Auf der Sitzung haben wir einen ziemlich umfangreichen Themenkatalog zusammengestellt, mit dem die BAG sich in Zukunft beschäftigen will. Mal schauen, wie das alles wird – ich freue mich jedenfalls auf diese neue Aufgabe.

Warum blogge ich das? (A) Zur allgemeinen Information, (B) weil ich es doch wert fand, das hier zu erwähnen.

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Politik, Mut und Forschung

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Forschungskongress -- BuffettGestern und heute fand der Forschungskongress der grünen Bundestagsfraktion statt, der unter dem Motto »Neugier und Verantwortung – Forschung für die Gesellschaft von morgen« stand ((mich wundert das Neugier etwas, ich hätte Neugierde geschrieben, aber das nur nebenbei)). Ich möchte jetzt gar nicht ausführlich vom Kongress berichten – der hatte seine spannenden und zum Nachdenken anregenden Seiten ((wie viel naturwissenschaftliche Bildung muss in Kindergärten, damit später Nobelpreise stattfinden)), aber auch Diskussionen und Panels, die eher wiederholt haben, was schon oft in unterschiedlichen Zusammenhängen diskutiert wurde.

Vor allem zwei Sachen nehme ich von dem Kongress mit.

Das eine ist die Beobachtung, dass Leute aus ganz unterschiedlichen Kontexten (Wissenschaft samt allen disziplinären Unterteilungen, Hochschulverwaltungen, Politik) es mehr oder weniger hingekriegt haben, miteinander zu diskutieren. Das hat nicht immer geklappt ((und manchmal habe ich mich dann auch über Naturwissenschaftler geärgert, die mit großer Selbstverständlichkeit davon ausgegangen sind, dass das ihnen so vertraute Paradigma der naturgesetzlichen Kausalerklärung auch für soziale Kontexte gilt)), aber für Leute mit ganz unterschiedlichen Denkstilen und Eigenlogiken doch ganz gut.

Beamer IDas zweite ist das Schlusswort von Krista Sager, dass sich um die Frage des Mutes gedreht hat. Genauer gesagt: zum einen ging es darum, dass es beim Thema Forschung eine ganze Reihe von Spannungsbögen gibt, in denen Grüne gar nicht so klar positioniert sind: die Spannung zwischen der titelgebenden Neugierde und der ethischen Veranwortung und den damit verbundenen Grenzen von Forschung, aber auch die Spannung zwischen dem immer wieder gerne herangezogenem Ordnungsprinzip Wettbewerb und der offensichtlich für bestimmte Formen von Wissenschaft doch notwendige ruhigen Ecken und freien Zeiten, den Spielräumen. Diese Spannungsbögen sind das eine – das andere ist die Feststellung von Krista Sager, dass Politik oft wenig mutig ist. Das hat etwas mit dem Vermeiden von Risiken zu tun, aber auch damit, dass mutige Entscheidungen oft mit Vertrauenskulturen verbunden sind. Mut und Misstrauen passen schlecht zusammen, ebensowenig wie Mut und Mikromanagement und dichte Kontrollen. Ganz unabhängig vom Thema Forschungspolitik finde ich es einen interessanten Gedanken, darüber nachzudenken, wie mutig Politik sein kann, darf und muss (und wann eher Mut angebracht, wann eher Vorsicht), wieso Mut oft nicht belohnt wird, welche Rolle Angst und die Vermeidung von Unsicherheit für politische Entscheidungen spielt, usw. Eine darüber hinausgehende Pointe gibt es keine, loswerden wollte ich das trotzdem mal. Vielleicht fühlt sich ja jemand herausgefordert, den Gedanken weiterzuspinnen. Bitteschön!

Warum blogge ich das? Weil manches eher in Notizbücher passt, mir das aber gut für das Blog geeignet schien. Und weil’s hier WLAN gibt ;-)

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Photo of the week: Natural abstract

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Natural abstract

Ab morgen bin ich ich bis Sonntag beim Forschungskongress der grünen Bundestagsfraktion und bei der Sitzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaft, Hochschule, Technologiepolitik – deswegen gibt es das »Photo of the week« diesmal schon heute.

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Schnee im März

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Irgendwie hatte ich schon den ganzen warmen Winter über den Verdacht, dass es das ja nicht gewesen sein kann. Seit gestern schneit’s hier dann tatsächlich auch, draußen sieht’s richtig winterlich aus, nur die Blumen passen nicht so ganz dazu:

Vorher

Forsythia III

Daffodil

Nachher

Forsythia in snow I

Daffodils II

Warum blogge ich das? Vor zwei Jahren gab es ungefähr jetzt so richtig schönen warmen Frühling, vor einem Jahr lag Anfang März noch Schnee – und diesmal ist es eher andersherum.

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Wissenschaft im Bild

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SEED magazine berichtet über eine visuelle Landkarte der Wissenschaft. Genau – der Wissenschaft, insgesamt und allgemein. Auf der Grundlage von 800.000 wissenschaftlichen Aufsätzen wurden Cluster und Zusammenhänge herausgearbeitet und dann visualisiert. Als Einheit wurde das »Paradigma« herangezogen. Das ganze sieht beeindruckend aus – und aus sozialwissenschaftlicher Sicht auch etwas ernüchternd, nehmen doch die »Social Sciences« insgesamt nur einen sehr kleinen Teil der Karte ein. Die hochaufgelöste Karte ist im verlinkten Artikel zu finden, allerdings fünf Megabyte groß. Gedruckt gibt es sie hier.

Karte der Wissenschaft

Quelle: http://www.seedmagazine.com/news/2007/03/scientific_method_relationship.php

Warum blogge ich das? Zum einen, weil es eine interessante Darstellung wissenschaftlicher Zusammenhänge ist (und auch deutlich macht, dass die harte Trennung Chemie, Physik, Biologie, Medizin inzwischen durch eine ganze Reihe an »Zwischenwissenschaften« zu ergänzen wäre, bzw. eben gar nicht mehr so hart ist), und zum anderen, weil ich mich frage, wie so etwas nur für die Sozialwissenschaften aussehen würde. Und dann vielleicht noch mit einer historischen Komponente. Da reichen zwei Dimensionen allerdings vermutlich nicht aus …

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