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	<title>Kommentare zu: Zehn Sätze zum Rauchverbot</title>
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	<description>Blog von Till Westermayer – seit 2002</description>
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		<title>Von: Henning</title>
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		<dc:creator>Henning</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 09:18:10 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Damit geht es um die grundsätzliche Frage: darf der Staat (...) hier eingreifen, so direkt in individuelle Körperpraxen intervenieren?&lt;/blockquote&gt;

Der entscheidende Punkt ist ja, dass es eben keine (rein) individuelle Körperpraxis ist. Das wäre der Fall, wenn das Rauchen generell verboten würde. Hier geht es nur darum, dass man es nicht überall darf - was sogar für Eis, Alkohol, Essen etc. teilweise gilt. Obwohl hier die Beeinträchtigung anderer in der Regel höchstens durch Verschmutzung oder unangenehmen Geruch entsteht - und auch das nicht automatisch. Beim Rauchen kommt zum Geruch und der Verschmutzung noch die Gesundheitsschädigung dazu.

Zum Stichwort Verschmutzung übrigens: Für wie viele Prozent der Raucher ist es selbstverständlich, dass sie ihre Zigarettenkippen überall auf den Boden werfen und austreten können?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Damit geht es um die grundsätzliche Frage: darf der Staat (&#8230;) hier eingreifen, so direkt in individuelle Körperpraxen intervenieren?</p></blockquote>
<p>Der entscheidende Punkt ist ja, dass es eben keine (rein) individuelle Körperpraxis ist. Das wäre der Fall, wenn das Rauchen generell verboten würde. Hier geht es nur darum, dass man es nicht überall darf &#8211; was sogar für Eis, Alkohol, Essen etc. teilweise gilt. Obwohl hier die Beeinträchtigung anderer in der Regel höchstens durch Verschmutzung oder unangenehmen Geruch entsteht &#8211; und auch das nicht automatisch. Beim Rauchen kommt zum Geruch und der Verschmutzung noch die Gesundheitsschädigung dazu.</p>
<p>Zum Stichwort Verschmutzung übrigens: Für wie viele Prozent der Raucher ist es selbstverständlich, dass sie ihre Zigarettenkippen überall auf den Boden werfen und austreten können?
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		<title>Von: jk</title>
		<link>http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/07/06/kurz-zehn-satze-zum-rauchverbot/comment-page-1/#comment-23198</link>
		<dc:creator>jk</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 16:21:56 +0000</pubDate>
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		<description>Der zentrale Unterschied zu anderen Verboten ist m.E., dass es gleichzeitig eine Erlaubnis ist. Man könnte auch sagen, dass ein bestehendes Verbot, nämlich das Quasi-Verbot nicht zu rauchen, aufgehoben wird. Ob die Raucher gezwungen werden zum Rauchen raus zu gehen oder die Nichtraucher gezwungen werden zum Nichtrauchen raus zu gehen, ist im Endeffekt dasselbe. Der Eingriff in individuelle Körperpraxen besteht in beiden Fällen. Damit ist es letztlich eine Frage demokratischer Mehrheiten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der zentrale Unterschied zu anderen Verboten ist m.E., dass es gleichzeitig eine Erlaubnis ist. Man könnte auch sagen, dass ein bestehendes Verbot, nämlich das Quasi-Verbot nicht zu rauchen, aufgehoben wird. Ob die Raucher gezwungen werden zum Rauchen raus zu gehen oder die Nichtraucher gezwungen werden zum Nichtrauchen raus zu gehen, ist im Endeffekt dasselbe. Der Eingriff in individuelle Körperpraxen besteht in beiden Fällen. Damit ist es letztlich eine Frage demokratischer Mehrheiten.
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		<title>Von: Katja</title>
		<link>http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/07/06/kurz-zehn-satze-zum-rauchverbot/comment-page-1/#comment-23194</link>
		<dc:creator>Katja</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 08:40:27 +0000</pubDate>
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		<description>Für mich kommt die Reduktion von Emissionen immer vor dem Schutz vor Emissionen (ob technisch oder durch Schutzkleidung). Das gilt an allen anderen Arbeitsplätzen und Orten, die frei zugänglich sind und sollte auch in der Gastro gelten.
Raucherclubs, sofern sie denn echte Raucherclubs sind, wird und sollte es weiterhin geben, so wie eben auch kein Kind ein Recht auf perfekte Eltern hat.
Ich finde im Übrigen, dass einem bei einem Gang auf eine öffentliche Toilette meistens sehr viel mehr zugemutet wird, als einem Raucher / einer Raucherin, die dafür vor die Tür muss...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Für mich kommt die Reduktion von Emissionen immer vor dem Schutz vor Emissionen (ob technisch oder durch Schutzkleidung). Das gilt an allen anderen Arbeitsplätzen und Orten, die frei zugänglich sind und sollte auch in der Gastro gelten.<br />
Raucherclubs, sofern sie denn echte Raucherclubs sind, wird und sollte es weiterhin geben, so wie eben auch kein Kind ein Recht auf perfekte Eltern hat.<br />
Ich finde im Übrigen, dass einem bei einem Gang auf eine öffentliche Toilette meistens sehr viel mehr zugemutet wird, als einem Raucher / einer Raucherin, die dafür vor die Tür muss&#8230;
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		<title>Von: Till</title>
		<link>http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/07/06/kurz-zehn-satze-zum-rauchverbot/comment-page-1/#comment-23193</link>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 08:38:57 +0000</pubDate>
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		<description>Jein - für mich ist die Frage schon, was der Staat darf, insbesondere dann, wenn es darum geht, seine BürgerInnen zu schützen. Denn letztlich ist das ein Legitimationsmuster, das nicht nur Rauchverbot und Gurtpflicht ermöglicht, sondern auch allgegenwärtige Sicherheitskontrollen auf der einen Seite und - mal ins Absurde zu Ende gedacht - Strafzahlungen für alle, die mehr als 30 g Schokolade pro Tag zu sich nehmen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jein &#8211; für mich ist die Frage schon, was der Staat darf, insbesondere dann, wenn es darum geht, seine BürgerInnen zu schützen. Denn letztlich ist das ein Legitimationsmuster, das nicht nur Rauchverbot und Gurtpflicht ermöglicht, sondern auch allgegenwärtige Sicherheitskontrollen auf der einen Seite und &#8211; mal ins Absurde zu Ende gedacht &#8211; Strafzahlungen für alle, die mehr als 30 g Schokolade pro Tag zu sich nehmen.
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		<title>Von: Gondlir</title>
		<link>http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/07/06/kurz-zehn-satze-zum-rauchverbot/comment-page-1/#comment-23192</link>
		<dc:creator>Gondlir</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 08:18:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.till-westermayer.de/?p=2232#comment-23192</guid>
		<description>Die Frage lautet für mich nicht &quot;Darf der Staat das?&quot;, sondern &quot;Muß der Staat seine Bürger schützen?&quot; Und ich bin der Ansicht, daß er das tun sollte, wann immer eigenverantwortliches Handeln der Bürger nicht ausreichend ist.

Es bringt ja nichts, wenn sich zwar 90% verantwortungsvoll gegenüber ihren Mitbürgern verhalten, aber die übrigen 10% ihren legalen Drogenkonsum höher bewerten als Gesundheit und Wohlbefinden auch ihrer Mitmenschen.

Bei der Einführung des Sicherheitsgurtes haben sich anfangs auch viele gegen die Anschnallpflicht gesträubt. Aber wer wagt es heute noch, die Anschnallpflicht als Beschneidung seiner perönlichen Rechte darzustellen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage lautet für mich nicht &#0187;Darf der Staat das?&#0171;, sondern &#0187;Muß der Staat seine Bürger schützen?&#0171; Und ich bin der Ansicht, daß er das tun sollte, wann immer eigenverantwortliches Handeln der Bürger nicht ausreichend ist.</p>
<p>Es bringt ja nichts, wenn sich zwar 90% verantwortungsvoll gegenüber ihren Mitbürgern verhalten, aber die übrigen 10% ihren legalen Drogenkonsum höher bewerten als Gesundheit und Wohlbefinden auch ihrer Mitmenschen.</p>
<p>Bei der Einführung des Sicherheitsgurtes haben sich anfangs auch viele gegen die Anschnallpflicht gesträubt. Aber wer wagt es heute noch, die Anschnallpflicht als Beschneidung seiner perönlichen Rechte darzustellen?
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