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	<title>Kommentare zu: Die Sache mit Facebook</title>
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	<description>Blog von Till Westermayer – seit 2002</description>
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		<title>Von: Till</title>
		<link>http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/04/09/die-sache-mit-facebook/comment-page-1/#comment-22888</link>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 14:05:40 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe &lt;a href=&quot;http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/04/16/nicht-ganz-so-kleiner-nachtrag-zum-facebook-text/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; die soziologischen Überlegungen noch ein bißchen erweitert in Richtung Goffman und Praxistheorie.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe <a href="http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/04/16/nicht-ganz-so-kleiner-nachtrag-zum-facebook-text/" rel="nofollow">hier</a> die soziologischen Überlegungen noch ein bißchen erweitert in Richtung Goffman und Praxistheorie.
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		<title>Von: Christian</title>
		<link>http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/04/09/die-sache-mit-facebook/comment-page-1/#comment-22884</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 11:05:45 +0000</pubDate>
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		<description>Guter Beitrag zur Facebook Debatte.

Ich habe den Blogeintrag direkt mal an meine Facebook Freunde kommuniziert ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Guter Beitrag zur Facebook Debatte.</p>
<p>Ich habe den Blogeintrag direkt mal an meine Facebook Freunde kommuniziert ;-)
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		<title>Von: Michael</title>
		<link>http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/04/09/die-sache-mit-facebook/comment-page-1/#comment-22883</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 13:24:14 +0000</pubDate>
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		<description>Hmm, ob ich hier überhaupt richtig bin? Schließlich bin ich nicht einmal bei Facebook registriert und musste erst nachschlagen, dass &quot;weak ties&quot; lose Bekanntschaften sind. Bin ich so gesehen weder native noch immigrant sondern &quot;alien&quot;?
Dabei bin ich kein Anti-FB&#039;ler, sondern nur nicht überzeugt, dass eine Mitgliedschaft mir persönlich Nettonutzen bietet. Datenschutzbedenken stehen da auf der Kostenseite und werden gerade nicht weniger.

Ich meine, man könnte im Kampf um besseren Datenschutz schon ein Stück weit auf die Macht der Nutzer bauen. Die immerhin haben FB dazu gebracht, seine Geschäftsbedingungen nicht mehr &quot;on-the-fly&quot; zu ändern, sondern, wie Till oben erwähnt, im &quot;Dialog mit der Community&quot;. Andererseits sehe ich ein, dass ein Boykott für etliche Nutzergruppen gar keine Alternative ist und FB als Plattform für relevante gesellschaftliche Prozesse unverzichtbar ist. So gesehen finde auch ich es klasse, dass sich die Protest-Gruppe „Facebook Privacy Control - NOW!“ des Problems sozusagen von innen annimmt.

Und der Staat als Regulierer? Mir will nicht in den Kopf, dass jeder e-Commerce-Anbieter ein (seriöserweise doppeltes) Opt-in für den &lt;a href=&quot;http://www.internetworld.de/Wissen/E-Shop-Tipps/Was-man-beim-Newsletterversand-beachten-muss-20049.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Versand von Newslettern&lt;/a&gt; braucht, FB aber Profildaten an kommerzielle Nutzer weitergeben kann, solange Nutzer nicht ausdrücklich widersprochen haben (Opt-out). Wenigstens diesen rechtlichen Rahmen müsste man doch schaffen können, oder?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hmm, ob ich hier überhaupt richtig bin? Schließlich bin ich nicht einmal bei Facebook registriert und musste erst nachschlagen, dass &#0187;weak ties&#0171; lose Bekanntschaften sind. Bin ich so gesehen weder native noch immigrant sondern &#0187;alien&#0171;?<br />
Dabei bin ich kein Anti-FB&#8249;ler, sondern nur nicht überzeugt, dass eine Mitgliedschaft mir persönlich Nettonutzen bietet. Datenschutzbedenken stehen da auf der Kostenseite und werden gerade nicht weniger.</p>
<p>Ich meine, man könnte im Kampf um besseren Datenschutz schon ein Stück weit auf die Macht der Nutzer bauen. Die immerhin haben FB dazu gebracht, seine Geschäftsbedingungen nicht mehr &#0187;on-the-fly&#0171; zu ändern, sondern, wie Till oben erwähnt, im &#0187;Dialog mit der Community&#0171;. Andererseits sehe ich ein, dass ein Boykott für etliche Nutzergruppen gar keine Alternative ist und FB als Plattform für relevante gesellschaftliche Prozesse unverzichtbar ist. So gesehen finde auch ich es klasse, dass sich die Protest-Gruppe „Facebook Privacy Control &#8211; NOW!“ des Problems sozusagen von innen annimmt.</p>
<p>Und der Staat als Regulierer? Mir will nicht in den Kopf, dass jeder e-Commerce-Anbieter ein (seriöserweise doppeltes) Opt-in für den <a href="http://www.internetworld.de/Wissen/E-Shop-Tipps/Was-man-beim-Newsletterversand-beachten-muss-20049.html" rel="nofollow">Versand von Newslettern</a> braucht, FB aber Profildaten an kommerzielle Nutzer weitergeben kann, solange Nutzer nicht ausdrücklich widersprochen haben (Opt-out). Wenigstens diesen rechtlichen Rahmen müsste man doch schaffen können, oder?
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Till</title>
		<link>http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/04/09/die-sache-mit-facebook/comment-page-1/#comment-22882</link>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 20:33:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.till-westermayer.de/?p=1871#comment-22882</guid>
		<description>@jw: Einerseits hast du sicher recht: es ist sehr wahrscheinlich, dass unterschiedliche Nutzergruppen Facebook unterschiedlich nutzen. Andererseits kommt es bei mir vielleicht auch ein bißchen drauf an, was unter &quot;Pflege von weak ties&quot; verstanden wird. Und so, wie ich das hier verwende, würde letztlich auch das Informiertsein darüber, wie die - entfernt lebende - Schwester die Pubertät durchmacht, oder das Zeit-damit-verbringen-Tratsch-über-Bekannte-zu-lesen zur &quot;Pflege&quot; von weak ties gehören. Nicht im Sinne einer aktiven Pflege, eher im Sinne einer Aufrechterhaltung der Partizipation an kollektiven Hintergrund-Wissensbeständen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@jw: Einerseits hast du sicher recht: es ist sehr wahrscheinlich, dass unterschiedliche Nutzergruppen Facebook unterschiedlich nutzen. Andererseits kommt es bei mir vielleicht auch ein bißchen drauf an, was unter &#0187;Pflege von weak ties&#0171; verstanden wird. Und so, wie ich das hier verwende, würde letztlich auch das Informiertsein darüber, wie die &#8211; entfernt lebende &#8211; Schwester die Pubertät durchmacht, oder das Zeit-damit-verbringen-Tratsch-über-Bekannte-zu-lesen zur &#0187;Pflege&#0171; von weak ties gehören. Nicht im Sinne einer aktiven Pflege, eher im Sinne einer Aufrechterhaltung der Partizipation an kollektiven Hintergrund-Wissensbeständen.
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	</item>
	<item>
		<title>Von: jw</title>
		<link>http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/04/09/die-sache-mit-facebook/comment-page-1/#comment-22881</link>
		<dc:creator>jw</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 20:28:18 +0000</pubDate>
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		<description>@Till Das Posting gefällt mir sehr gut, auch wenn ich es lang ist.
Ich frage mich allerdings ein wenig, ob die Nutzungsumschreibung der Pflege der &quot;weak ties&quot; nicht vielleicht zu einseitig ist und ob andere Nutzerkreise (weniger politische beispielsweise) Facebook anders nutzen.
Für mich persönlich hat Facebook mehrere Funktionen, zu denen einerseits sicher die pflege von &quot;weak ties&quot; gehört. Aber ich kann beispielsweise auch sehr dosiert Dinge mitteilen, die mich gerade beschäftigen. Ich kann miterleben wie meine kleine schwester gerade in die pubertät durchstartet. Oder ich kann ganz einfach Zeit verteufeln und denken, immerhin habe ihc was über Freunde oder Bekannte erfahren …
Ansonsten gebe ic hdir völlig recht</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Till Das Posting gefällt mir sehr gut, auch wenn ich es lang ist.<br />
Ich frage mich allerdings ein wenig, ob die Nutzungsumschreibung der Pflege der &#0187;weak ties&#0171; nicht vielleicht zu einseitig ist und ob andere Nutzerkreise (weniger politische beispielsweise) Facebook anders nutzen.<br />
Für mich persönlich hat Facebook mehrere Funktionen, zu denen einerseits sicher die pflege von &#0187;weak ties&#0171; gehört. Aber ich kann beispielsweise auch sehr dosiert Dinge mitteilen, die mich gerade beschäftigen. Ich kann miterleben wie meine kleine schwester gerade in die pubertät durchstartet. Oder ich kann ganz einfach Zeit verteufeln und denken, immerhin habe ihc was über Freunde oder Bekannte erfahren …<br />
Ansonsten gebe ic hdir völlig recht
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	<item>
		<title>Von: Till</title>
		<link>http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/04/09/die-sache-mit-facebook/comment-page-1/#comment-22880</link>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 15:56:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.till-westermayer.de/?p=1871#comment-22880</guid>
		<description>Das Argument ist nicht, dass ich mit Word 2000 arbeite, und deswegen alles so bleibt, wie es ist,  sondern das Argument ist, dass sich (meinem Empfinden nach ...) die Hardware-/Software-Generationenwechselgeschwindigkeit seit einigen Jahren deutlich verlangsamt hat. Ob das tatsächlich so ist, wäre empirisch zu überprüfen. Die Probleme, die Microsoft damit hat, Vista/Windows 7 als neuen Standard durchzusetzen, sehe ich aber als ein Indiz dafür. 

Und selbst da, wo sich etwas tut (also z.B. im Linuxbereich, oder bei OS X, wenn wir mal bei Betriebssystemen bleiben wollen) - ist das inzwischen eher inkrementell als disruptiv*. Oder?

Aber vielleicht ist das ja auch eine völlig falsche Sichtweise, die was damit zu tun hat, dass sich die Softwareumgebung, die ich privat nutze, im letzten Jahrzehnt nur wenig geändert hat (neben neuen Browserversionen und - etwas weiter gefasst - Apps wie Wordpress ist eigentlich alles, was ich an Software regelmäßig nutze, mindestens fünf Jahre alt ...). Oder ich bin inzwischen alt genug, um in den &quot;meine Generation kannte nur das&quot;-Kulturpessimismus zu verfallen. Wie dem auch sei: gegen eine Horizonterweiterung habe ich nichts.

&lt;small&gt;* Ich finde es übrigens lustig, wie IT-fixiert die Wikipedia-Seite zu disruptiven Technologien ist; ich kenne den Begriff auch aus anderen Zusammenhängen ... wie leider so oft ist &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Disruptive_technology&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;en.wikipedia&lt;/a&gt; deutlich informativer ...&lt;/small&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Argument ist nicht, dass ich mit Word 2000 arbeite, und deswegen alles so bleibt, wie es ist,  sondern das Argument ist, dass sich (meinem Empfinden nach &#8230;) die Hardware-/Software-Generationenwechselgeschwindigkeit seit einigen Jahren deutlich verlangsamt hat. Ob das tatsächlich so ist, wäre empirisch zu überprüfen. Die Probleme, die Microsoft damit hat, Vista/Windows 7 als neuen Standard durchzusetzen, sehe ich aber als ein Indiz dafür. </p>
<p>Und selbst da, wo sich etwas tut (also z.B. im Linuxbereich, oder bei OS X, wenn wir mal bei Betriebssystemen bleiben wollen) &#8211; ist das inzwischen eher inkrementell als disruptiv*. Oder?</p>
<p>Aber vielleicht ist das ja auch eine völlig falsche Sichtweise, die was damit zu tun hat, dass sich die Softwareumgebung, die ich privat nutze, im letzten Jahrzehnt nur wenig geändert hat (neben neuen Browserversionen und &#8211; etwas weiter gefasst &#8211; Apps wie WordPress ist eigentlich alles, was ich an Software regelmäßig nutze, mindestens fünf Jahre alt &#8230;). Oder ich bin inzwischen alt genug, um in den &#0187;meine Generation kannte nur das&#0171;-Kulturpessimismus zu verfallen. Wie dem auch sei: gegen eine Horizonterweiterung habe ich nichts.</p>
<p><small>* Ich finde es übrigens lustig, wie IT-fixiert die Wikipedia-Seite zu disruptiven Technologien ist; ich kenne den Begriff auch aus anderen Zusammenhängen &#8230; wie leider so oft ist <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Disruptive_technology" rel="nofollow">en.wikipedia</a> deutlich informativer &#8230;</small>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: blumentopf</title>
		<link>http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/04/09/die-sache-mit-facebook/comment-page-1/#comment-22879</link>
		<dc:creator>blumentopf</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 15:45:11 +0000</pubDate>
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		<description>Mit Verlaub, Kommentare a la &quot;Mir fallen nur eine handvoll &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Disruptive_Technologie&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;disruptive Technologien&lt;/a&gt; ein und schließlich arbeite ich ja auch noch mit Word 2000 und deshalb kann ich mir nicht vorstellen dass Facebook mal von was anderem abgelöst wird&quot; (so liest sich das für mich) zeugen von einem schmalen Horizont wie ich ihn gerade in diesem Blog zuletzt erwartet hätte, und laden nicht eben dazu ein, hier weiteren Input beizusteuern. Nichts für ungut.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Verlaub, Kommentare a la &#0187;Mir fallen nur eine handvoll <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Disruptive_Technologie" rel="nofollow">disruptive Technologien</a> ein und schließlich arbeite ich ja auch noch mit Word 2000 und deshalb kann ich mir nicht vorstellen dass Facebook mal von was anderem abgelöst wird&#0171; (so liest sich das für mich) zeugen von einem schmalen Horizont wie ich ihn gerade in diesem Blog zuletzt erwartet hätte, und laden nicht eben dazu ein, hier weiteren Input beizusteuern. Nichts für ungut.
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Till</title>
		<link>http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/04/09/die-sache-mit-facebook/comment-page-1/#comment-22878</link>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 19:00:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.till-westermayer.de/?p=1871#comment-22878</guid>
		<description>Trotzdem: richtig grundlegende und disruptive Paradigmenwechsel gibt&#039;s in der Geschichte der IT-Branche auch nur eine Handvoll*. Ob Facebook in ein paar Jahren noch Facebook ist oder GlobalVZ heißt, spielt keine Rolle - aber in der Verbindung &quot;technischer&quot; Faktoren und bestimmter sozialer Mechanismen halte ich hier Paradigmenwechsel für unwahrscheinlich.

&lt;small&gt;* So aus dem Bauch raus: Großrechner, Terminals, Personalcomputer, Fenster+Multitasking, Internet, WWW, &quot;Web 2.0&quot;, Netbooks &amp; Smartphones - und die Textverarbeitung, mit der ich normalerweise schreibe, heißt &quot;Word 2000&quot; (böses Outing, ist in ihren Grundzügen sicher 25 Jahre alt) - und läuft auf einem Rechner mit einem Betriebssystem, das ebenfalls selbst schon deutlich länger als zehn Jahre auf dem Markt ist, und auf einer Architektur läuft, die wiederum bis in die 80er zurückgeht ... und die für den Mailverkehr gültigen Standards ... &lt;/small&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Trotzdem: richtig grundlegende und disruptive Paradigmenwechsel gibt&#8217;s in der Geschichte der IT-Branche auch nur eine Handvoll*. Ob Facebook in ein paar Jahren noch Facebook ist oder GlobalVZ heißt, spielt keine Rolle &#8211; aber in der Verbindung &#0187;technischer&#0171; Faktoren und bestimmter sozialer Mechanismen halte ich hier Paradigmenwechsel für unwahrscheinlich.</p>
<p><small>* So aus dem Bauch raus: Großrechner, Terminals, Personalcomputer, Fenster+Multitasking, Internet, WWW, &#0187;Web 2.0&#8243;, Netbooks &#038; Smartphones &#8211; und die Textverarbeitung, mit der ich normalerweise schreibe, heißt &#0187;Word 2000&#8243; (böses Outing, ist in ihren Grundzügen sicher 25 Jahre alt) &#8211; und läuft auf einem Rechner mit einem Betriebssystem, das ebenfalls selbst schon deutlich länger als zehn Jahre auf dem Markt ist, und auf einer Architektur läuft, die wiederum bis in die 80er zurückgeht &#8230; und die für den Mailverkehr gültigen Standards &#8230; </small>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: blumentopf</title>
		<link>http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/04/09/die-sache-mit-facebook/comment-page-1/#comment-22877</link>
		<dc:creator>blumentopf</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 18:55:02 +0000</pubDate>
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		<description>Es gibt sicherliche eine gewisse &quot;Trägheit der Masse&quot;, aber die Geschichte der IT-Branche ist voll mit disruptiven Veränderungen, die alles umgekrempelt und vormalige Marktbeherrscher ihrer Rolle weitgehend beraubt haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt sicherliche eine gewisse &#0187;Trägheit der Masse&#0171;, aber die Geschichte der IT-Branche ist voll mit disruptiven Veränderungen, die alles umgekrempelt und vormalige Marktbeherrscher ihrer Rolle weitgehend beraubt haben.
<p class="comment-like"><img class="comment-like-btn" title="Vote" onclick="cl_like_this('http://blog.till-westermayer.de/wp-admin/admin-ajax.php',22877)" src="http://blog.till-westermayer.de/wp-content/plugins/comments-likes/images/like.png" />&nbsp;&nbsp;&nbsp;<span id="comment-like-cnt-22877">0</span> likes</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Till</title>
		<link>http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/04/09/die-sache-mit-facebook/comment-page-1/#comment-22876</link>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 18:43:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.till-westermayer.de/?p=1871#comment-22876</guid>
		<description>@Jan: Danke! Das als Einforderung nach demokratischer Mitbestimmung über die Architektur sozialer Netzwerke zu begreifen, ist eine ganz interessante Ergänzung - ganz so weit, dachte ich eigentlich, bin ich gar nicht gegangen (sondern hatte eher das Bild vor Augen, dass es bestimmte rechtliche Normen geben muss ...)

@Henning: Auch dir vielen Dank! Mal schauen, ob das was an Kommentaren kommt. Ist bei langen Artikeln ja manchmal ein bißchen fraglich ;-) 

@Blumentopf: Hier missverstehst du mich. Dass dezentrale organisierte peer-to-peer-social-networks technisch vermutlich möglich sind, glaube ich auch. Anders als beim Browserwar befürchte ich jedoch, dass sie sozio-ökonomisch nicht durchsetzbar sind - und zwar genau deswegen, weil technische soziale Netzwerke dadurch stark werden, dass sie schon von vielen genutzt werden (also Pfadabhängigkeiten), um mit jeder zusätzlichen NutzerIn die Chance auf alternative Lösungen sinkt. Ich kann vom IE zu Firefox zu Chrome wechseln, weil mich da oder dort irgendwas überzeugt - aber ich kann mein Kontaktnetzwerk nicht von Facebook zu StudiVZ zu CCC-dezentral mitnehmen, solange es nicht erstens eine Lösung für den plattformübergreifenden &quot;Kontakttransfer&quot; gibt (da würde ich noch gewesen politische Realisierungschancen sehen), und zweitens die Möglichkeit da ist, plattformübergreifende Kontakte zu behalten (also mich selbst bei CCC-dezentral zu organisieren, aber die Facebook-Updates meiner dort gebliebenen Kontakte weiterhin zu sehen). Derartige Brückenlösungen (offene Standards für soziale Netzwerke) halte ich zwar für sehr wünschenswert - und für technisch machbar - aber für ökonomisch nicht realisierbar, solange Facebook etc. davon leben, dass sich dort die Kontakte und deren Aktivitäten sammeln. In gewisser Weise ist ja die neue Initiative von Facebook eine Art perverse Form dieser Brücke: statt dass ich als NutzerIn entscheide, mit wem in welcher Plattform ich ein übergreifendes Netz bilde, entscheidet Facebook, welche Plattformen mit in die Pfadabhängigkeit hineingezogen werden. 

Letztlich bleibt die Überlegung, dass ein dezentrales offenes System nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich ist. Die Zukunft bleibt natürlich unsicher - wenn übermorgen Google Facebook aufkauft, und es aus PR-Gründen (Android vs. iPad ...) für sinnvoll hält, ein starkes Zeichen für Offenheit zu setzen, kann die Situation ganz anders aussehen. Aber solange die für die Mehrheit der NutzerInnen gefühlte Nutzen-Aufwand-Relation bei einer dezentralen offenen Lösung sehr viel größer ist als bei einer proprietären, glaube ich nicht an den Wechsel (in gewisser Weise haben wir bei Twitter und Identica genau die Situation - meinem Gefühl nach überlebt Identica aber derzeit jenseits kleiner Nischen als aktives Tool nur, weil viele Identica-Twitter-Brücken eingerichtet haben).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jan: Danke! Das als Einforderung nach demokratischer Mitbestimmung über die Architektur sozialer Netzwerke zu begreifen, ist eine ganz interessante Ergänzung &#8211; ganz so weit, dachte ich eigentlich, bin ich gar nicht gegangen (sondern hatte eher das Bild vor Augen, dass es bestimmte rechtliche Normen geben muss &#8230;)</p>
<p>@Henning: Auch dir vielen Dank! Mal schauen, ob das was an Kommentaren kommt. Ist bei langen Artikeln ja manchmal ein bißchen fraglich ;-) </p>
<p>@Blumentopf: Hier missverstehst du mich. Dass dezentrale organisierte peer-to-peer-social-networks technisch vermutlich möglich sind, glaube ich auch. Anders als beim Browserwar befürchte ich jedoch, dass sie sozio-ökonomisch nicht durchsetzbar sind &#8211; und zwar genau deswegen, weil technische soziale Netzwerke dadurch stark werden, dass sie schon von vielen genutzt werden (also Pfadabhängigkeiten), um mit jeder zusätzlichen NutzerIn die Chance auf alternative Lösungen sinkt. Ich kann vom IE zu Firefox zu Chrome wechseln, weil mich da oder dort irgendwas überzeugt &#8211; aber ich kann mein Kontaktnetzwerk nicht von Facebook zu StudiVZ zu CCC-dezentral mitnehmen, solange es nicht erstens eine Lösung für den plattformübergreifenden &#0187;Kontakttransfer&#0171; gibt (da würde ich noch gewesen politische Realisierungschancen sehen), und zweitens die Möglichkeit da ist, plattformübergreifende Kontakte zu behalten (also mich selbst bei CCC-dezentral zu organisieren, aber die Facebook-Updates meiner dort gebliebenen Kontakte weiterhin zu sehen). Derartige Brückenlösungen (offene Standards für soziale Netzwerke) halte ich zwar für sehr wünschenswert &#8211; und für technisch machbar &#8211; aber für ökonomisch nicht realisierbar, solange Facebook etc. davon leben, dass sich dort die Kontakte und deren Aktivitäten sammeln. In gewisser Weise ist ja die neue Initiative von Facebook eine Art perverse Form dieser Brücke: statt dass ich als NutzerIn entscheide, mit wem in welcher Plattform ich ein übergreifendes Netz bilde, entscheidet Facebook, welche Plattformen mit in die Pfadabhängigkeit hineingezogen werden. </p>
<p>Letztlich bleibt die Überlegung, dass ein dezentrales offenes System nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich ist. Die Zukunft bleibt natürlich unsicher &#8211; wenn übermorgen Google Facebook aufkauft, und es aus PR-Gründen (Android vs. iPad &#8230;) für sinnvoll hält, ein starkes Zeichen für Offenheit zu setzen, kann die Situation ganz anders aussehen. Aber solange die für die Mehrheit der NutzerInnen gefühlte Nutzen-Aufwand-Relation bei einer dezentralen offenen Lösung sehr viel größer ist als bei einer proprietären, glaube ich nicht an den Wechsel (in gewisser Weise haben wir bei Twitter und Identica genau die Situation &#8211; meinem Gefühl nach überlebt Identica aber derzeit jenseits kleiner Nischen als aktives Tool nur, weil viele Identica-Twitter-Brücken eingerichtet haben).
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		<title>Von: blumentopf</title>
		<link>http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/04/09/die-sache-mit-facebook/comment-page-1/#comment-22875</link>
		<dc:creator>blumentopf</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 18:30:34 +0000</pubDate>
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		<description>Mir gefallen die soziologischen Erklärungen und Schlussfolgerungen in dem Artikel recht gut, da ich selbst von der technischen Seite komme und mir solche Betrachtungsweisen daher fremd und neu sind.

In einem Punkt möchte ich allerdings widersprechen: Im vorletzten Absatz wird die These aufgestellt, dass sich das Problem nicht technisch lösen lässt. Das denke ich allerdings schon. Man müsste  soziale Netzwerke auf peer-to-peer Basis aufbauen. D.h. der komplette Datenbestand ist redundant auf einem riesigen Konglomerat von Teilnehmern gespeichert, jeder speichert eine kleine Partition der Daten. Ich denke dass es machbar ist dass man dann mit assymetrischer Kryptographie seine Daten selektiv freigeben kann. D.h. ein Teilnehmer kann die verschlüsselte Partition der Daten, die er lokal vorhält, nicht lesen, und auch sonst niemand, es sei denn er hat eine Freigabe. Ich hab das nicht zu Ende gedacht, von peer-to-peer Technik hab ich auch zu wenig Ahnung (anders als bei Kryptographie), aber meinem technischen Gefühl nach kann man das so realisieren. Hat halt noch keiner gemacht, oder es hat schon mal jemand gemacht und ich weiß es nur nicht.

Will damit nur sagen, das ist ein temporäres Problem, das irgendwann gelöst wird. Heutzutage hat man eine handvoll Anbieter, die zentralisiert ihren Datenbestand haben, morgen hat man statt solcher proprietärer Lösungen ein dezentralisiertes offenes System, an dem jeder teilnehmen und genau festlegen kann, wer welche Daten sieht, so jedenfalls mein Bauchgefühl.

Wenn man sich mal mögliche Analogien in der Historie anschaut, z.B. Ende der 90er gab es zwei proprietäre Browser, die den Markt dominierten. Heute ist der eine von der Bildfläche verschwunden (Gecko hat mit der Netscape-Engine ja nicht mehr viel gemein) und der andere verliert ständig Marktanteile. Wenn einem 1997/98 jemand gesagt hätte, dass zehn Jahre später zwei quelloffene Browser Engines den Markt vor sich hertreiben, wer hätte es geglaubt?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir gefallen die soziologischen Erklärungen und Schlussfolgerungen in dem Artikel recht gut, da ich selbst von der technischen Seite komme und mir solche Betrachtungsweisen daher fremd und neu sind.</p>
<p>In einem Punkt möchte ich allerdings widersprechen: Im vorletzten Absatz wird die These aufgestellt, dass sich das Problem nicht technisch lösen lässt. Das denke ich allerdings schon. Man müsste  soziale Netzwerke auf peer-to-peer Basis aufbauen. D.h. der komplette Datenbestand ist redundant auf einem riesigen Konglomerat von Teilnehmern gespeichert, jeder speichert eine kleine Partition der Daten. Ich denke dass es machbar ist dass man dann mit assymetrischer Kryptographie seine Daten selektiv freigeben kann. D.h. ein Teilnehmer kann die verschlüsselte Partition der Daten, die er lokal vorhält, nicht lesen, und auch sonst niemand, es sei denn er hat eine Freigabe. Ich hab das nicht zu Ende gedacht, von peer-to-peer Technik hab ich auch zu wenig Ahnung (anders als bei Kryptographie), aber meinem technischen Gefühl nach kann man das so realisieren. Hat halt noch keiner gemacht, oder es hat schon mal jemand gemacht und ich weiß es nur nicht.</p>
<p>Will damit nur sagen, das ist ein temporäres Problem, das irgendwann gelöst wird. Heutzutage hat man eine handvoll Anbieter, die zentralisiert ihren Datenbestand haben, morgen hat man statt solcher proprietärer Lösungen ein dezentralisiertes offenes System, an dem jeder teilnehmen und genau festlegen kann, wer welche Daten sieht, so jedenfalls mein Bauchgefühl.</p>
<p>Wenn man sich mal mögliche Analogien in der Historie anschaut, z.B. Ende der 90er gab es zwei proprietäre Browser, die den Markt dominierten. Heute ist der eine von der Bildfläche verschwunden (Gecko hat mit der Netscape-Engine ja nicht mehr viel gemein) und der andere verliert ständig Marktanteile. Wenn einem 1997/98 jemand gesagt hätte, dass zehn Jahre später zwei quelloffene Browser Engines den Markt vor sich hertreiben, wer hätte es geglaubt?
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		<title>Von: Henning</title>
		<link>http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/04/09/die-sache-mit-facebook/comment-page-1/#comment-22874</link>
		<dc:creator>Henning</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 16:48:34 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr schöner Artikel! Wirklich sehr, sehr gut. Kommentare sind hiermit abonniert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr schöner Artikel! Wirklich sehr, sehr gut. Kommentare sind hiermit abonniert.
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		<title>Von: Jan</title>
		<link>http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/04/09/die-sache-mit-facebook/comment-page-1/#comment-22873</link>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 15:27:02 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr schöne und sehr treffende Analyse! Die Frage, wie die demokratische Mitbestimmung über die &#039;Architektur&#039; der vernetzten Öffentlichkeiten gefördert werden kann, ist in der Tat ungeheuer wichtig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr schöne und sehr treffende Analyse! Die Frage, wie die demokratische Mitbestimmung über die &#8250;Architektur&#8249; der vernetzten Öffentlichkeiten gefördert werden kann, ist in der Tat ungeheuer wichtig.
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