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Das Blog von Till Westermayer – seit 2002

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Archiv: September 2008

Jede Menge Wahlen und Wahlfolgen – Hamburg mit einem Kohlekraftwerk, Hessen mit dem Versuch, das Unwahrscheinliche zu wagen, Bayern mit einer leider unwahrscheinlichen Viererkoalition, Österreich mit einem dramatischen Rechtsruck, Brandenburg mit Statistikproblemen, usw.

Wären die Wahlen anders gelaufen, wenn die Natur im Sinne einer Latourianischen politischen Ökologie hätte mitstimmen dürfen? Wer weiß. Ganz so weit geht Ecuador nicht, aber spannend ist es trotzdem, was dort gerade geschieht. Das Nature-Blog »The Great Beyond« berichtet, dass in einer Volksabstimmung Natur mit eigenen Rechten in die Verfassung aufgenommen wurde:

Nature or Pachamama [the Andean earth goddess], where life is reproduced and exists, has the right to exist, persist, maintain and regenerate its vital cycles, structure, functions and its processes in evolution. Every person, people, community or nationality, will be able to demand the recognition of rights for nature before the public bodies.

Ich bin gespannt, wie und ob das durchgesetzt wird. Aber allein die Möglichkeit, stellvertretend, jedoch nicht anthropozentrisch für die Natur Rechte einzufordern, die hiermit ermöglicht wird, ist schon mal beachtenswert und öffnet Türen. Oder stellt provisorische Sitze im »Parlament der Dinge« bereit, um noch einmal Latour (der gerade den Unseld-Preis bekommen hat), heranzuziehen.

Update: (1.10.2008) Bei Telepolis findet sich ein Überblicksartikel, in dem die gesamte neue Verfassung Ecuadors vorgestellt wird. Die oben beschriebenen Rechte werden allerdings nicht erwähnt, dafür kommt »das indigene Gesellschaftsprinzip auf ›Sumak Kawsay‹« vor, »was auf Quechua ›gutes Leben‹ bedeutet«.

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Morgen wird in Bayern gewählt. Die Tagesschau sagt: Es wird spannend. Selbst wenn das nur heißt, dass die CSU nach einigen Dekaden die Alleinregierung verlieren könnte. Jedenfalls Grund genug, kurz vor knapp noch auf Wahlkampfseite der bayrischen Grünen hinzuweisen. Deren Wahlkampf steht unter dem Motto »Zeit wird’s« und schafft es (sehr viel besser als mein eigener Landesverband, muss ich leider sagen), Volkstümlichkeit und Progressivität zu verbinden. Die Kampagne spielt auf die bayrisch-fränkische Eigenständigkeit an – und die Website ist »state of the art«, was die Einbindung interaktiver Elemente angeht. Das fängt beim Google-Mashup für KandidatInnen und Termine an, geht über die Chatbox für letzte Fragen vor der Wahl bis hin zur Einbindung von Videos und ähnlichem. Netzbegrünung hat da einiges an interessanten Ideen realisiert.

Sollte hier jemand aus Bayern mitlesen: heute noch auf gruene-bayern.de klicken – und am Sonntag zur Wahl gehen!

P.S.: Der Wahlaufruf gilt natürlich auch für Österreich, wo morgenheute ebenfalls gewählt wird.

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Letzte Fassade

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Auch drei Tage Schottland reichen, um das Gigabyte voll zu machen. Fotos aus Edinburgh und Dundale wird es nach und nach geben. Neben vielen anderen Dingen ist mir – erst mal aufgrund des Packungsdesigns – ein neues Trendgetränk aufgefallen: »this water«, hergestellt von der Firma Innocent Drinks. Letztlich handelt es sich dabei um Fruchtsaft, bzw. um eine Mischung aus Smoothies und Quellwasser. Also um sowas ähnliches wie Fruchtsaft.

Hype drink mix
Unschuldiges Kühlregal

Probiert habe ich die Sorte »this water is coloured by nature« (Mango/Passionsfrucht), die hat ganz okay geschmeckt, auch nicht unbedingt besonders herausragend. Okay eben.

Warum betitel ich den Beitrag trotzdem »Britische Bionade«? Weil mir das Konzept, das hinter dem Getränk steht, prinzipiell gefällt (natürliche Zutaten, mit ethischer Komponente, d.h. Spenden für ein Wasserprojekt in Äthiopien, vor allem jedoch die handgemacht-humorvolle Gestaltung der Packungen – und natürlich der geniale Name).

This water (red)
»There are 89 cranberries in every bottle of this water, and 13 raspberries too«

Letztlich versteckt sich hinter dem schönen Schein nichts wirklich besonderes. Die Produkte haben noch nicht mal ein Bio-Siegel irgendeiner Art, und dass ein Fruchtsaftgetränk aus Früchten und Wasser besteht, ist nun eigentlich gar nichts wirklich besonderes.

"This water" (back)
Rückseite

Aber trotzdem scheint es sich mir bei »this water« um ein Trendgetränk zu handeln. Sowohl in der als »In-Ort« gestylten Flughafenbar der Kette EAT als auch in einem kleinen studentischen Take-Away habe ich die Flaschen gesehen. Und an beiden Orten haben sie – ganz wie Bionade hierzulande an ähnlichen Orten – wunderbar hingepasst.

Warum blogge ich das? Weil ich mich in die Labelgestaltung verliebt habe. Werbung wirkt.

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Merry lettuce snails VIII

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